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Nägeligasse in Stans soll um- und ausgebaut werden

Die Stiftung Alters- und Pflegeheim Nidwalden will neue Alterswohnungen und mehr Plätze für Demenzkranke anbieten. Insgesamt sollen gegen 50 Millionen Franken investiert werden.
Martin Uebelhart
Luftaufnahme des Alters- und Pflegeheims Nägeligasse in Stans. (Bild: PD)

Luftaufnahme des Alters- und Pflegeheims Nägeligasse in Stans. (Bild: PD)

Der Stiftungsrat des Alters- und Pflegeheims Nidwalden will die Nägeligasse für die Zukunft ausrichten. Die Vorstellungen älterer Menschen, wie sie wohnen, gepflegt und betreut werden wollen, hätten sich über die Jahre stark verändert, sagt Stiftungsratspräsidentin Marianne Blättler: «Immer mehr Menschen wollen so lange wie möglich eigenständig leben, bevor sie in ein Alters- und Pflegeheim gehen.» Hinzu komme, dass aufgrund der demografischen Entwicklung etwa 2040 mit einer Spitze des Bedarfs an Pflegeplätzen gerechnet werden müsse. «Dann erreichen die Babyboomer das Alter, in dem sie vermehrt auf Pflege angewiesen sind», so Marianne Blättler. «Dafür müssen wir heute schon planen», betont sie.

Erste Etappe: Mehr Plätze für Demenzkranke

Die Stiftung hat eine Machbarkeitsstudie machen lassen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. In einer ersten Etappe sollen mehr Plätze für Demenzkranke geschaffen werden. Vor einem Jahr habe der Regierungsrat beschlossen, die Zahl der Wohnplätze in nächster Zeit von heute 12 auf 22 zu erhöhen. Laut der Machbarkeitsstudie ist dafür ein Anbau an das «Haus im Park» vorgesehen. Mit dem Anbau soll auch die bestehende, im Jahr 2002 eröffnete Demenzstation umgebaut werden. «Wir wollen die Räumlichkeiten an die neusten Erkenntnisse zu dieser Krankheit anpassen», sagt Marianne Blättler im Gespräch mit unserer Zeitung. Für den Erweiterungsbau hat die Stiftung die Plus Architekten AG in Stans beauftragt. Läuft alles nach Plan, sollen die ersten Umbauarbeiten in rund einem Jahr starten.

«Wir haben bereits gewisse Rückstellungen gebildet für die Vorhaben.»

Marianne Blättler, Stiftungspräsidentin

Geht es nach der Machbarkeitsstudie, soll sich das Gesicht der Nägeligasse in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das «Haus an der Gasse», das heute die Pflegeabteilung beherbergt, soll einem Neubau weichen, genau so wie das «Haus zum Allweg». «Das Haus ist über 50 Jahre alt und die Wohnungen entsprechen von der Grösse und auch von der Einrichtung her nicht mehr den heutigen Bedürfnissen», hält Marianne Blättler fest. Dementsprechend seien sie auch nicht mehr gut vermietbar.

Architekturwettbewerb für Neubauten

Anstelle des «Hauses zum Allweg» soll ein neues Pflegezentrum entstehen, in einem weiteren Schritt sollen anstelle des «Hauses an der Gasse» neue Alterswohnungen, auch für betreutes Wohnen, gebaut werden. «Die Nachfrage nach solchen Angeboten steigt», sagt Marianne Blättler. Man plane mindestens 30 Alterswohnungen. Heute bietet die Stiftung 121 Pflegebetten und 20 Wohnungen an.

Die Stiftung wird im kommenden Monat zehn Architekturbüros zu einem Wettbewerb einladen. Gegen 50 Millionen Franken sollen insgesamt in die Nägeligasse investiert werden. «Wir haben bereits gewisse Rückstellungen gebildet für die Vorhaben», so Marianne Blättler. Mit dem Baustart für die Neubauten rechnet die Stiftung frühestens Anfang 2021.

Marianne Blättler, Präsidentin der Stiftung Alters- und Pflegeheim Nidwalden. (Bild: PD)

Marianne Blättler, Präsidentin der Stiftung Alters- und Pflegeheim Nidwalden. (Bild: PD)

In der vergangenen Woche hat der Stiftungsrat die Bewohner und die Mitarbeitenden über die Pläne informiert. «Das ist sehr gut aufgenommen worden. Ich war positiv überrascht», sagt Marianne Blättler. «Wir haben den Bewohnern auch versprochen, dass es während der Bauphasen Zwischenlösungen in anderen Gebäuden geben werde», hält sie fest. «Mit Provisorien werden wir aus Kostengründen nicht arbeiten.» Die Stiftung wolle nicht nur für die Bewohner zeitgemässe Einrichtungen und ein gutes Umfeld bieten. «Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen von einem attraktiven Arbeitsplatz und guten Abläufen profitieren können», sagt sie. Das sei in Zeiten eines Fachkräftemangels in den Pflegeberufen ebenfalls zentral.

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