Närrisches Treiben nimmt seinen Lauf

Die Fasnacht hat am Wochenende an mehreren Orten in den Kantonen Ob- und Nidwalden Einzug gehalten. Laut, kunterbunt und fröhlich ging es zu und her – fast überall zumindest.

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Die Guugge Schärbähufä Hergiswil an der Fasnachtseröffnung. (Bild: Kurt Liembd)

Die Guugge Schärbähufä Hergiswil an der Fasnachtseröffnung. (Bild: Kurt Liembd)

Unzählige Fasnächtler stürzten sich am Wochenende erstmals in dieser «Saison» ins närrische Treiben. Den Auftakt bildete am Freitagabend die Fasnachtseröffnung der Guugge Loiwifäger in Giswil. Gegen 1100 Gäste strömten an die Party und sorgten zusammen mit den neun Guuggen und deren kakofonischen Klängen für gute Stimmung. «Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten wir weniger Eintritte», so die Organisatoren, «dafür verlief der Abend ohne grössere Komplikationen, und wir dürfen auf ein gelungenes Fest zurückblicken.» Ein besonderes Highlight war der Auftritt der Guuggenmusik aus dem deutschen Mönchsdeggingen, mit der die Loiwifäger schon seit einer Ewigkeit befreundet sind.

Bild: Izedin Arnautovic/Neue NZ
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Vampirclown als Geschenk

In Alpnach hat Frédy Abächerli alias Frédy II. am Samstag vor gut 200 Personen die Fasnacht eröffnet. Er wünschte viel Spass mit dem Motto «Zirkus in Alpnach – Manege frei». Ausser einzelnen Wildtieren im Publikum und einer Darbietung der Kinder war von Zirkus noch wenig zu sehen. Doch das wird schon werden. Auch das Wetter musste sich ja von Schneegraupel bis zu Sonnenschein der Stimmung anpassen. Traditionell sind auch die Fasnachtsgewaltigen aus Giswil, Sarnen und Kerns bei der Eröffnung in Alpnach dabei. Einen besonderen Gag hatte sich der Kernser Ehrenguugger Daniel von Rotz ausgedacht. Er habe gerüchteweise gehört, in Alpnach sei das Motto «Vampire». Aber offenbar sei Alpnach ausgetrunken und nichts mehr zum Saugen übrig, weshalb man offenbar das Motto auf «Zirkus» abgeändert habe. Er schenkte darum dem Alpnacher Zunftmeister mit den besten Wünschen für die Fasnachtszeit einen Vampirclown.

Die Sarner Lälli-Zunft als Gäste mit Zunftmeister Werner Blättler. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
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Zunftmeister Fredy Abächerli (Frédy der 2.) bekommt von Daniel von Rotz (rechts) einen Vampirclown. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Die Guuggenmusig Städerschränzer. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Tambourmajor Andreas Langensand von den Seegusler. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Einzug der Tschyfärä-Zunft mit Zunftmeister Fredy Abächerli und seiner Frau Brigitte. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Die Guuggenmusig Seegusler. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Seegusler. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
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Zünfter der Tschyfärä-Zunft in Reih und Glied. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Die Giswiler Guuggenmusig Chieferschüttler. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Tambourmajor Florian Burch von den Chieferschüttler. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Städeschränzer. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Die Städeschränzer mit Tambourmajor Patrick Aufdermauer. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
Städerschränzer. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)
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Die Sarner Lälli-Zunft als Gäste mit Zunftmeister Werner Blättler. (Bild: Markus von Rotz/Neue OZ)

Stunden bevor auf dem Dorfplatz in Sarnen die Fasnacht eröffnet wurde, waren schon die Jüngsten zugegen, um ihre eigene Kinderfasnacht zu feiern. Nun kam die heimliche Herrscherin der Sarner Fasnacht, eine Hexe, ins Spiel. Umrahmt von Guuggenklängen und der Zeremonie der «Häxuifätuätä» bezog sie auf dem Balkon am Zunfthaus zum Schlüssel über dem Dorfplatz Stellung. Sie wird nicht von ihrem Thron weichen, bis die närrischen Tage am Fasnachtsdienstag zu Ende gehen. Dann aber wird die Hexe – so will es ihr Schicksal – dem jämmerlichen Tod auf dem Scheiterhaufen nicht entkommen. Nachdem die Hexe ihren Platz eingenommen hatte, erreichten 16 Guuggenmusigen mit ohrenbetäubenden Klängen den Dorfplatz. Nicht zuletzt fand sich auch der Sarner Lälli-Zunftmeister Werni I. mit seinem Hofstaat ein, um die närrischen Tage mit seinen «Untertanen» zu eröffnen.

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Bild: Neue OZ

Der Urgnom führt das Zepter

Seit Samstag regiert in Hergiswil wieder der Urgnom. Gleich 14 Guuggen spielten an der Fasnachtseröffnung, was das Zeug hielt, allen voran die heimischen Loppergnome und Schärbähufä. Begonnen hat das Fest bereits am Freitag mit der Schlagerparty, an der das Festzelt aus allen Nähten platzte. Bevor der gewaltige Urknall am Samstag ertönte, gehörte der Nachmittag den Kindern mit Schminken, Gumpischloss und Überraschungen. «Fasnacht ist auch Chefsache», sagte sich Gemeindepräsident Remo Zberg. Er liess es sich nicht nehmen, die Fasnacht gleich selbst zu eröffnen und die «Macht» dem Urgnom abzugeben. «Fasnacht hat mit Narren zu tun», sagte Remo Zberg. Trotzdem heisse Narrenfreiheit aber nicht, dass alles erlaubt sei. «Ich zähle auf euch Fasnächtler, dass ihr euch zwar fröhlich und ausgelassen, aber doch gesittet und tolerant benehmt», so der Gemeindepräsident. Die Botschaft wurde später vom Grossteil der Tausenden von Besuchern erhört, aber nicht von ganz allen.

Bereits zum zweiten Mal wurde in Hergiswil eine Ü-30-Zone eingerichtet, in dieser vergnügten sich unzählige Gäste bei Oldies-Musik und gediegenem Essen. Selbst gestandene Männer wurden plötzlich zum Party-Tiger. Damit sich auch ältere Semester an die Party wagten, genossen alle über 40-Jährigen freien Eintritt. Aber auch die Jungen kamen voll auf ihre Rechnung. Was beweist, dass der Urgnom im Lopperdorf wieder im Element ist – hoffentlich mit Remo Zbergs Botschaft im Rucksack.

om/mvr/cam/KL.

Die Guugge Loppergnome Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)
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Die Guugge Loppergnome Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)
Die Guugge Schärbähufä Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)
Die Guugge Schärbähufä Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)
Kinder können sich am Kindernachmittag von Fasnächtlern schminken lassen. (Bild: Kurt Liembd)
Kinder können sich am Kindernachmittag von Fasnächtlern schminken lassen. (Bild: Kurt Liembd)
DJ Taxi alias Christoph Niederberger sorgte wie immer für gute Stimmung. (Bild: Kurt Liembd)
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Die Guugge Loppergnome Hergiswil. (Bild: Kurt Liembd)