NATURFORSCHER: Eine artenreiche Vielfalt in Stans

Forscher durchsuchten Stans und fanden 500 Tier- und Pflanzenarten. Darunter war eine seltene Schlingnatter.

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Besucher betrachten die gefundenen Tier- und Pflanzenarten auf dem Stanser Dorfplatz. (Bild Richard Greuter/Neue NZ)

Besucher betrachten die gefundenen Tier- und Pflanzenarten auf dem Stanser Dorfplatz. (Bild Richard Greuter/Neue NZ)

Die Tier- und Pflanzenarten hatten rund 20 Forscher vergangenen Samstag am Tag der Artenvielfalt gefunden. Die sachkundigen Naturfreunde waren während 24 Stunden, zum Teil in Begleitung von Schulklassen, auf dem Gemeindegebiet Stans unterwegs.

Der Löwenanteil waren rund 250 Pflanzenarten. Einige Tier- und Pflanzenarten konnten Passanten auf dem Stanser Dorfplatz bewundern. «Ich bin beeindruckt, dass in dieser Zeit so viele Arten zusammengekommen sind», lobte Marco Dusi, Präsident der Naturforschenden Gesellschaft Ob- und Nidwalden.

Verschiedene Gebiete systematisch untersucht
Die Forscher unterteilten das Gebiet systematisch in verschiedene Sektoren. Untersucht wurden Trockengebiete am Bürgenberg, Feuchtgebiete im Gnappi, alpine Lebensräume am Stanserhorn, aber auch ganz einfach Orte vor der Haustüre oder im Garten.

So fand der Grüne Luzerner Kantonsrat Adrian Borgula im Gnappiried eine seltene Gelbbauchunke und im Stanserhorngebiet einen Alpensalamander. Erfolgreich war auch Valo Bütler, der über 50 Vogelarten entdeckte. So fand er, der in seiner Freizeit als Feldornithologe tätig ist, seltene Vogelarten wie Birkhühner, Sumpfmeisen und Waldschnepfe.

Ohne Maus keinen Mäusebussard
Als krönenden Abschluss nannte Mitorganisator Alex Theiler eine Schlingnatter, die Adrian Borgula im Gnappiried gefunden hatte. Diese ungiftige Schlange ist sehr selten und kaum auffindbar, Theiler fest.

«Die Menschen können auch mit einer kleineren Artenvielfalt leben», antwortete Alex Theiler auf eine entsprechende Frage. «Aber», so Theiler weiter, «nimmt man nur eine Art, zum Beispiel eine Maus aus dem Ökosystem, wären einige Vogelarten wie der Mäusebussard gefährdet.»

Richard Greuter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.