NATURSCHUTZ: Wer Naturschutzgebiete pflegt, erhält Beiträge

Da viele Naturschutzflächen zugleich auch ökologische Ausgleichsflächen nach landwirtschaftlichen Bestimmungen sind und von Gesetzes wegen dieselbe Leistung nicht zweimal abgegolten werden kann, hat der Kanton Nidwalden die Verordnung über Pflegebeiträge in Schutzgebieten revidiert.

Drucken
Teilen
Landwirte, die Pflegeleistungen in Naturschutzgebieten erbringen, sollen Beiträge erhalten. (Bild Keystone)

Landwirte, die Pflegeleistungen in Naturschutzgebieten erbringen, sollen Beiträge erhalten. (Bild Keystone)

Mit der erheblichen Anhebung der Qualitätsbeiträge für ökologische Ausgleichsflächen in der Landwirtschaft auf Anfang Januar 2008 gab der Bundesrat laut einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Nidwalden den Anstoss für die vorliegende Verordnungsrevision.

Die Abgeltungen für die Pflegeleistungen, welche die Landwirte in Naturschutzgebieten erbringen, seien nun wieder koordiniert und aufeinander angepasst. Die Verordnungsrevision verursacht laut Mitteilung für den Kanton keine Mehrkosten. Die Aufwendungen verbleiben sowohl im Bereich der Landwirtschaft als auch im Bereich des Naturschutzes auf Vorrevisions-Niveau, heisst es.

Trockenweiden und Moore innerhalb von Alpweiden unterstützen
Bewirtschafter von Flächen in tieferen Lagen würden stärker von den zusätzlichen landwirtschaftlichen Bundesbeiträgen profitieren. Um einen gewissen Ausgleich für Bewirtschafter von höher gelegenen Flächen zu schaffen, hat der Regierungsrat im Zuge der Verordnungsrevision eine Umschichtung vorgenommen. Die in tieferen Lagen frei werdenden Naturschutzabgeltungen werden den Abgeltungen für Leistungen im Sömmerungsgebiet zugeschlagen.

Auf diese Weise können «Wildheuplanggen» und artenreiche Trockenweiden sowie Moore innerhalb von Alpweiden unterstützt werden, so die Staatskanzlei. Die Massnahme entspricht auch dem Bestreben der Nidwaldner Regierung, diese für den Kanton typischen Landschaftsformen nachhaltig zu nutzen und zu erhalten.

ana