Neue Anstellungsbedingungen: Nidwaldner Therapeuten sind keine «Lehrer» mehr

Logopäden und Psychomotorik-Therapeuten werden im Kanton Nidwalden nicht mehr wie Lehrpersonen, sondern wie das übrige Verwaltungspersonal angestellt. Betroffen sind 13 Personen.

Christian Glaus
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Logopäden und Psychomotorik-Therapeuten erhalten im Kanton Nidwalden neue Anstellungsbedingungen. Sie werden nicht mehr wie Lehrpersonen, sondern neu wie das übrige Verwaltungspersonal angestellt. Grund für diese Änderung ist der Arbeitsauftrag, der nach Ansicht der Regierung die Aufgaben des schulischen Therapiepersonals nur unzureichend abdeckt. Auf Anfrage erklärt Bildungsdirektor Res Schmid: «Die Logopäden und Therapeuten hatten bisher den gleichen Arbeitsauftrag wie die Lehrpersonen. Dieser stimmt aber nicht mit der Praxis überein.»

Ein Beispiel: Zum Auftrag Klasse und Unterricht gehören neben der eigentlichen Unterrichtstätigkeit im Schulzimmer auch Exkursionen oder Schulreisen. Die Durchführung solcher Aktivitäten ist aber nicht Sache der Therapeuten. Ihr neuer Arbeitsauftrag ist nun klar auf ihre Tätigkeit ausgerichtet und in drei Arbeitsfeldern definiert.

Änderungen sind für Kanton und Gemeinden kostenneutral

Von den neuen Anstellungsverhältnissen sind 13 Personen betroffen, zwölf davon mit Teilzeitpensum. Sie seien am Prozess beteiligt gewesen, sagt Res Schmid. «Für sie ändert sich kaum etwas.» Dem Umstand, dass sie bei ihrer Arbeit hauptsächlich an die Schulwochen gebunden sind, trage die Flexibilität der Personalverordnung hinreichend Rechnung. Die Änderungen seien für Kanton und Gemeinden kostenneutral. Auch in den Nachbarkantonen Luzern und Obwalden seien die Therapeuten wie das übrige Verwaltungspersonal angestellt.

Laut Mitteilung bringt die Neuerung «eine geringfügige Ausdehnung des therapeutischen Gesamtangebots mit sich». Auf der anderen Seite sollte im administrativen Bereich eine gewisse Entlastung erfolgen.