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Neue Zentralbahn-Halle in Stansstad nimmt Gestalt an

Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Werkstatt laufen auf Hochtouren – bei laufendem Betrieb. Ab nächstem Jahr beginnt eine neue Ära in der Instandhaltung.
Matthias Piazza
Blick in die sich noch im Bau befindende Halle. (Bild: Matthias Piazza (Stansstad, 4. Februar 2019))

Blick in die sich noch im Bau befindende Halle. (Bild: Matthias Piazza (Stansstad, 4. Februar 2019))

Das Gebiet bei der Werkstatt der Zentralbahn (ZB) in Stansstad ist zurzeit eine Grossbaustelle. Schienen werden zusammengeschweisst, ein Bagger fährt seine Schaufeln aus. Jetzt, nach fünf Monaten Bauzeit, nimmt der Neubau einer Halle Gestalt an. Die Betonarbeiten sind abgeschlossen, das Stahlgerüst steht. Oben auf den Trägern montieren Arbeiter das Dach.

Wenn der gesamte Bau Anfang des kommenden Jahres in Betrieb genommen wird, erhöht sich nicht nur die Zahl der Wartungsplätze für die Züge von vier auf sechs. Auch die Drehgestelle können künftig in Stansstad ausgetauscht werden, das war bisher nur in Meiringen möglich. «Das ist ein Riesenvorteil», erläutert Florian Homma, der bei der Zentralbahn für das Projekt zuständig ist.

Über 50 Jahre alte Werkstatt wird modernisiert

Auch die alte Werkstatt nebenan aus dem Jahre 1964 wird auf die Höhe der Zeit gebracht. Sie stammt aus einer Zeit, als die damalige Luzern-Stans-Engelberg-Bahn gerade mal acht Züge zu warten hatte. Modernste Triebzüge «am Stück» mit komplexer Technik lösten im ZB-Zeitalter «einfache Züge» ab, die aus einzelnen Wagen und Loks bestanden. Ab nächstem Jahr wird die Revision der Adler- und Fink-Kompositionen fällig, also jener Züge, die in den Jahren 2012 bis 2016 in Betrieb genommen wurden. Diese haben mehr Komponenten auf dem Dach als ihre Vorgänger. Auch diesem Umstand wird in der alten Halle Rechnung getragen. So gibt es neue Stromschienen, um die Arbeitssicherheit bei Arbeiten auf dem Dach zu gewährleisten.

In einem weiteren Schritt werden auch die Gleise und die Fahrleitung vor der Halle erneuert und drei neue Weichen eingebaut. Es entsteht eine Eingleisstelle, um zum Beispiel Wagen und Gleisbaumaschinen einzugleisen. Bis Ende Jahr gibt es auch sonst noch viel zu tun. So muss die neue Halle noch mit Innenleben ausgestattet werden. Sie bekommt auch Büroräume für die Fahrzeugtechnik, eine vergrösserte Garderobe und einen Verpflegungsraum für die Mitarbeiter. Parkplätze werden erstellt und die Umgebung gestaltet.

Ein Gleis bleibt jeweils gesperrt

Auf den gleichen Zeitpunkt will die ZB auch das Instandhaltungsregime ändern. Künftig sollen nicht mehr alle Komponenten eines Zuges gleichzeitig ausgebaut, aufbereitet und wieder eingebaut werden. «Wegen der kürzeren Revisionsdauer sind mehr Züge gleichzeitig im Einsatz beziehungsweise einsatzbereit», hebt Florian Homma den Vorteil der Systemänderung hervor.

Auch während der Bauzeit müssen die Züge regelmässig gewartet werden. «Ein Gleis in der bestehenden Halle bleibt jeweils gesperrt, die übrigen drei Gleise müssen in Betrieb bleiben. Bauarbeiten und Wartungsbetrieb parallel zu betreiben, ist eine logistische Herausforderung», sagt dazu Florian Homma. Er ist zuversichtlich, dass die erweiterte Werkstatt, ein 22-Millionen-Franken-Projekt, pünktlich auf Anfang 2020 in Betrieb geht. «Wir liegen absolut im Zeitplan.»

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