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Landratspräsident wünscht sich Engagement und Toleranz

Der Stansstader FDP-Landrat Ruedi Waser ist zum neuen Landratspräsidenten gewählt worden. Als Landammann amtet für ein Jahr Bildungsdirektor Res Schmid
Martin Uebelhart
Landratspräsident Ruedi Waser (rechts) nimmt die Gratulation des Stansstader Gemeindepräsidenten Beat Plüss entgegen. Links Gemeindeweibel Fritz Stauffer. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 27. Juni 2018))

Landratspräsident Ruedi Waser (rechts) nimmt die Gratulation des Stansstader Gemeindepräsidenten Beat Plüss entgegen. Links Gemeindeweibel Fritz Stauffer.
(Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 27. Juni 2018))

Als Alterspräsident durfte Norbert Rohrer (CVP, Stansstad) am Mittwoch zum zweiten Mal nach 2014 die konstituierende Sitzung des Nidwaldner Landrats eröffnen. An der Altersstruktur habe sich nicht viel geändert, hielt er zu Beginn seiner einleitenden Gedanken fest. Erfreulicherweise seien die Frauen mit 13 gegenüber 9 in der vergangenen Legislatur wieder stärker vertreten.

Wenn es um die konkrete Auslegung politischer und gesellschaftlicher Grundsätze für den Kanton Nidwalden gehe, seien die Ansichten verschieden, befand Norbert Rohrer. «Und das ist auch gut so. Denn unsere politische Kultur lebt von Gegensätzen und Widersprüchen, von unterschiedlichen Wertvorstellungen, aber auch von der Bereitschaft aufeinander zuzugehen und Kompromisse im guten Sinne des Wortes zu suchen», betonte er. Zur Demokratie gelte es Sorge zu tragen, sagte er mit einem Blick auf die globalen Entwicklungen: «Heute sind überall wieder antidemokratische Tendenzen auf dem Vormarsch». In einer Demokratie sei es zugegebenermassen oft mühsam ans Ziel zu kommen, aber der Weg lohne sich.

Zwei Frauen flankieren den Präsidenten

Mit 57 Stimmen wählten die 59 anwesenden Landrätinnen und Landräte Ruedi Waser (FDP, Stansstad) zu ihrem Präsidenten. Die Wahl sei eine grosse Ehre für ihn und seine Familie, sagte der neu gewählte Vorsitzende. «Ich wünsche mir, dass sich der Landrat und der Regierungsrat in der neuen Legislatur mit Toleranz und Engagement begegnen.» Engagement sei eine wichtige Voraussetzung, um die Arbeit in Landrat oder Regierung seriös auszuführen. Die Toleranz sei ein weiteres wichtiges Element der Politik. «Um gute und tragfähige Lösungen zu finden, ist es wesentlich, andere Meinungen anzuhören und auch zuzulassen. Das Ringen um Lösungen ist unsere gemeinsame privilegierte Aufgabe», sagte Waser.

Mit ebenfalls 57 Stimmen ist Regula Wyss (Grüne, Stans) zur 1. Vizepräsidentin gewählt worden. Therese Rotzer (CVP, Ennetbürgen erhielt bei ihrer Wahl zur 2. Vizepräsidentin 52 Stimmen.

Landrat und Regierung tragen Verantwortung

Res Schmid wurde zum Landammann gewählt. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 27. Juni 2018))

Res Schmid wurde zum Landammann gewählt. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 27. Juni 2018))

Bildungsdirektor Res Schmid wurde zum Landammann für das kommende Amtsjahr gewählt. Er erhielt 58 Stimmen. Er habe Respekt vor den Pflichten und der Verantwortung, welche die zusätzlichen Aufgaben des Landmanns mit sich brächten.

Parlament und Regierung trügen gemeinsam die politische Verantwortung für die kommende Legislatur, hielt Res Schmid fest. «Die Erfahrung aus den letzten Jahren zeigt, dass man nicht immer gleicher Meinung sein wird.» Umso wichtiger sei es, dass man sich genügend Zeit und Raum nehme, um mit Zuhören, sich Einbringen, mit sachlicher Diskussion und gegenseitigem Respekt gemeinsame und mehrheitsfähige Lösungen zu finden. Finanzdirektor Alfred Bossard wurde mit ebenfalls 58 Stimmen als Landesstatthalter für ein Jahr eingesetzt.

Regierungsrat kritisiert Wahl zum NSV-Verwaltungsrat

Bei der Wahl des Verwaltungsrats der Nidwaldner Sachversicherung (NSV) erinnerte der neue Landesstatthalter an die Sitzung vom November 2017 – im Wissen, dass er zu diesem Geschäft keinen Antrag stellen könne. Damals habe in der Debatte zum NSV-Gesetz Konsens geherrscht, das Gremium zu entpolitisieren. Den Mut dazu habe das Landratsbüro mit dem Vorschlag einer Regierungsrätin, fünf Landräten und einem alt Landrat als Präsident nicht gehabt, kritisierte er.

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