Neuer Slogan fürs Wirzweligebiet: «Einisch hiä – zäg is Härz»

Die Destination Dallenwil-Wiesenberg-Wirzweli hat einen neuen Slogan. Die Idee stammt von der Pfadi St. Laurentius. Wie es mit dem reduzierten Skiangebot auf dem Wirzweli weitergeht, ist noch offen.

Philipp Unterschütz
Drucken
Teilen
Die Luftseilbahn Dallenwil - Wirzweli. (Bild: Corinne Glanzmann, Dallenwil, 4. September 2018)

Die Luftseilbahn Dallenwil - Wirzweli. (Bild: Corinne Glanzmann, Dallenwil, 4. September 2018)

Das prächtige Wetter entsprach den Botschaften der 55. Generalversammlung von Tourismus Dallenwil-Wiesenberg-Wirzweli. Die 51 Anwesenden im Alpenrestaurant Wirzweli, darunter Gäste wie Regierungsrat Othmar Filliger, Peter Bircher von Tourismus Stans, Markus Barmettler von Nidwalden Tourismus oder Landrat Conrad Wagner, erfuhren am Samstag nicht nur, dass es der Destination gut läuft, sondern auch, wie sie sich zu einer regelrechten Herzenssache entwickelt. «Einisch hiä - zäg is Härz» lautet nämlich der neue Leitspruch, mit dem sich die Destination künftig im Konzert der Tourismusorte Gehör verschaffen will.

Dallenwil Taler übertrifft Erwartungen

Die Idee für den Slogan stammt von der Pfadi St. Laurentius Dallenwil. Die Tourismuskommission hatte für ein neues Schlagwort einen Wettbewerb im Dallenwil Winterheft ausgeschrieben und konnte schliesslich tatsächlich aus 40 Ideen ihren Favoriten wählen. Die anwesende Delegation der Pfadi St. Laurentius wurde mit 300 Dallenwil Talern belohnt. Als nächster Schritt wird nun ein Konzept für die Verbreitung des neuen Slogans erarbeitet, zur Diskussion stehen beispielsweise Aufkleber fürs Auto.

Sehr gut gestartet ist der Tourismusverein auch mit seiner eigenen Währung, dem Dallenwil Taler, der auf diese Wintersaison hin lanciert wurde. Bereits wurden vom Kapital von 100'000 Franken für rund 30'000 Franken Taler verkauft, rund 30 Prozent davon wurden in der Gastronomie und bei den Bahnen wieder eingelöst. «Das ist etwa doppelt so viel, wie wir bei der Lancierung erwartet haben», freut sich Vorstandsmitglied Hanny Odermatt. Bis am 16. April läuft eine Frühlingsaktion, in der es 20 Taler im Wert von je 10 Franken mit einem Rabatt von 10 Prozent gibt.

Die Tourismuskommission Dallenwil hat mit dem "Dallenwil Taler" ein eigenes Zahlungsmittel herausgebracht. (Bild: PD)

Die Tourismuskommission Dallenwil hat mit dem "Dallenwil Taler" ein eigenes Zahlungsmittel herausgebracht. (Bild: PD)

Besser reduzierter Winterbetrieb als gar keiner

Sehr gut verlaufen ist auch die Wintersaison mit dem reduzierten Skiliftangebot der Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli. Erstmals war der Skilift Gummen nicht mehr in Betrieb, dafür hat sich der Gratis Kinderlift im Eggwald sehr bewährt. Hanny Odermatt, die auch Geschäftsleiterin der Bahn ist, informierte, dass nun die Wintersaison ausgewertet werde und zum künftigen Betrieb noch kein Entscheid gefallen sei. «Einerseits muss die Wirtschaftlichkeit gegeben sein, anderseits ist der Klimawandel nicht wegzudenken. Wir wollen aber einen Winterbetrieb soweit möglich aufrechterhalten.» In der angeregten Diskussion war spürbar, mit welch grossen Emotionen das Thema für die Anwesenden verbunden ist, anderseits aber auch das Verständnis angesichts des Klimawandels.

An der Versammlung wurde zudem der die Jahresrechnung mit einem kleinen Minus von 85 Franken genehmigt. Der Mitgliederbeitrag wurde belassen. Als Nachfolger für Adrian Honegger, der sein Haus verkauft hat und deshalb aus der Tourismuskommission der Gemeinde ausscheiden muss, wurde Stefan Spring, Büsserach, gewählt. Spring hat ein Ferienhaus seit drei Jahren und ist neuer Vertreter der Zweitwohnungsbesitzer auf Wirzweli. Vorbehalten bleibt die Annahme durch den Gemeinderat Dallenwil. Als neues Mitglied in den Vorstand wurde Alexander Nobile gewählt, der seit kurzem ein Ferienhaus auf Wirzweli besitzt.

Dallenwil führt eigene Währung ein

Mit dem «Dallenwil Taler» kann in allen Restaurants und bei allen Bahnen in der Tourismusregion Wiesenberg-Wirzweli bezahlt werden. Die Idee kommt bei Feriengästen und Einheimischen bestens an.
Philipp Unterschütz