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NID-/OBWALDEN: 8000 Franken teurer Brief von General Schauenburg

Ein Lehrer hat einen Brief von General Schauenburg von 1798 für eine hohe Summe ersteigert. Er will das Dokument der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Mit diesem Schreiben wollte General Schauenburg Nid-, Obwalden und das Kloster Engelberg dazu bringen, Unterwalden zu gründen. (Bild: pd)

Mit diesem Schreiben wollte General Schauenburg Nid-, Obwalden und das Kloster Engelberg dazu bringen, Unterwalden zu gründen. (Bild: pd)

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

Der Startpreis lag bei 3000 Franken, der Sprecher des Auktionshauses Rölli-Schär in Luzern ging optimistisch von 5000 Franken aus, und nun sind es gar 8000 Franken, die ein Brief von 1798 von General Schauenburg an der Versteigerung am Freitag eingebracht hat (siehe Ausgabe vom Dienstag). Geangelt hat sich das Dokument ein Lehrer aus der Zentralschweiz, der an einem Gymnasium in Graubünden unterrichtet. Er will seinen Namen in der Zeitung nicht preisgeben, «um nicht ungebetene Gäste anzulocken», sagt der Historiker, der von zu Hause aus online mitgeboten hat. Er sei nicht der einzige Interessent gewesen, der neuer Besitzer des doppelseitigen Schreibens werden wollte, in dem Schauenburg damals Nidwalden, Obwalden und das Kloster Engelberg aufforderte, die neue Helvetische Verfassung anzunehmen. Nach dem Ultimatum besetzten die Franzosen das Gebiet.

«Das historisch wertvolle Dokument passt sehr gut in meine Sammlung», hält der Auktionssieger fest. In dieser befinden sich bereits einige seltene Exemplare aus der Zeit der Helvetischen Republik zwischen 1798 und 1803. So etwa Handnotizen vom Schwyzer Kommandanten Aloys von Reding, der den Franzosen in der Schlacht am Rothenthurm Widerstand geleistet hatte. Verschiedentlich habe er Dokumente zu Ausstellungszwecken an Museen ausgeliehen, aber auch zu Hause gewährt er Interessierten Einblicke in seine Sammlung. «Natürlich spiele ich auch beim Brief von Schauenberg mit dem Gedanken, diesen wissenschaftlich untersuchen zu lassen und Museen zur Verfügung zu stellen.»

Vorbesitzer trennte sich altershalber vom Brief

Vor der Auktion befand sich der Brief über Jahrzehnte in einer Privatsammlung, der bisherige Besitzer trennte sich nun altershalber davon. Das Auktionshaus Rölli-Schär hatte im Vorfeld auf Anfrage bestätigt, dass es keine Zweifel an der Echtheit des Briefes gebe. Solche Schriftstücke kämen eher selten unter den Hammer, da sie in der Regel in Staats- oder Kantonshand seien.

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