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NID-/OBWALDEN: Hier strömt Bier Marke «Eigenkreation»

Auch am 2. Unterwaldner Biertag wollten viele nicht verpassen, was heimische Kleinbrauer aus ihren Biertanks hervorzaubern. Nicht wenige staunten über die Vielfalt auf engstem Raum.
Oliver Mattmann
Martin Achermann (rechts) von der noch jungen Brauerei Zweierli schenkt einem Biertag-Besucher eine Kostprobe seines Gerstensaftes ein.Bild: Oliver Mattmann

Martin Achermann (rechts) von der noch jungen Brauerei Zweierli schenkt einem Biertag-Besucher eine Kostprobe seines Gerstensaftes ein.Bild: Oliver Mattmann

Für eine Bier-«Schau» gibt es kaum einen besseren Ort als ein Kloster. Bekanntlich widmeten sich Mönche früher selber intensiv dem Bierbrauen. Und so bot das Kapuzinerkloster Stans am Samstag den perfekten Rahmen für den 2. Unterwaldner Biertag, an dem elf Kleinbrauereien aus beiden Kantonen ihre verschiedenen Gerstensäfte unter das generationenübergreifende Publikum brachten. Für manch einen Besucher ein Aha-Erlebnis. «Es war mir gar nicht bewusst, dass es so viele Hobbybrauer bei uns gibt», so Reto Amstutz aus Stans, den die pure Neugier an den bierseligen Anlass lockte. «Mir gefällt, dass die Hersteller versuchen, spezielle Biere zu kreieren.»

Auch Andy von Rotz aus Sarnen zeigte sich von der Biervielfalt in den beiden kleinen Kantonen überrascht. «Es gibt ein paar Sorten, die mir sehr gut schmecken.» Rolf Häfliger, aus Luzern angereist, pflichtete ihm bei. «Der Unterschied zum herkömmlichen Bier ist spürbar. Die Geschmacksnote ist viel intensiver.» Es sei fast schade, so Andy von Rotz, dass man die am Anlass degustierten Biere häufig gar nicht kaufen könne. Hintergrund: Viele Kleinbrauereien vertreiben ihr Bier vor allem unter Freunden, Verwandten, Vereinen oder in ausgewählten Restaurants, nicht aber im Handel. Ihnen fehlt schlicht die Zeit dazu, mehr zu produzieren, respektive sie wollen gar nicht grösser werden.

Biertag-Veranstalter auf Gegenbesuch

Dem «Gwunder», was denn alles für Sorten aus den Brautanks hervorsprudeln, tat dies aber keinen Abbruch. Knapp 1000 Besucher liessen sich in die Geheimnisse der Bierproduktion einweihen, 400 mehr als bei der Biertag-­Premiere im vergangenen Jahr im Chäslager Stans. «Das zeigt: Die Nachfrage ist vorhanden. Der Anlass wird geschätzt, wir durften viele Komplimente entgegennehmen», sagt Mitorganisator Christian Niederberger. Sogar aus dem fernen Zürich haben Gäste den Weg nach Nidwalden gefunden. «Wir sind schon an den Unterländer Biertagen gewesen, ebenfalls ein Anlass für Kleinbrauer. Nun haben deren OK-Mitglieder einen Gegenbesuch abgestattet.»

Was ihn ebenfalls freut: «Der Zusammenhalt unter den Ob- und Nidwaldner Brauern ist super.» Alle hätten beim Aufbau der Infrastruktur angepackt. Es scheine eine Gemeinschaft heranzuwachsen. Dies nährt beim OK die Hoffnung, dass der Anlass Zukunftspotenzial hat. Laut Christian Niederberger besteht die Idee, den Unterwaldner Biertag nach zwei Ausgaben in Nidwalden das nächste Mal in Obwalden durchzuführen.

Oliver Mattmannoliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch

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