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NID-/OBWALDEN: In Köpfen der Leute eingenistet

Wie baut man eine Marke im Luxusbereich erfolgreich auf? Dies erfuhren Wirtschaftsführer aus erster Hand.
Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger (links) mit Kilian Zwyssig von der IWV Unterwalden. (Bild: Kurt Liembd (Beckenried, 24. August 2017))

Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger (links) mit Kilian Zwyssig von der IWV Unterwalden. (Bild: Kurt Liembd (Beckenried, 24. August 2017))

Bereits zum 61. Mal traf sich die Industrie- und Wirtschaftsvereinigung Unterwalden (IWV) zum Geschäftsführerlunch, diesmal im «Schlüssel» in Beckenried. Der Ort passte zum Thema Luxus, denn auch die «Boutique Schlüssel», wie sich das Hotel auch nennt, versprüht einen Hauch von kulinarischem Luxus. Die Gastgeber Gabrielle und Daniel Aschwanden liessen jedenfalls wie gewohnt keine Wünsche offen. «Mein Herz schlägt für ­ den ‹Schlüssel›», sagte IWV-Geschäftsführer Kilian Zwyssig (43) vor versammelter Runde beim Apéro. In der Tat stand der Rechtsanwalt und Hobbykoch schon eigenhändig in der Küche, nahm dabei an einem Gastgeber-Duell teil und bekochte 30 Personen. So innovativ wie die Wirtsleute mit der Idee ihrer Gastgeber-Duelle sind, so innovativ zeigen sich auch die Unterwaldner Wirtschaftsführer.

«Wir verkaufen alles, was kein Mensch braucht»

Dies bewies auch der Vortrag von Guido Zumbühl (55), CEO der Bucherer-Gruppe, zum Thema «Der Aufbau einer Marke im Luxusmarkt». Die Bucherer-Gruppe mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden ist der grösste Uhren- und Schmuckanbieter in Europa. Aus den Worten von Guido Zumbühl war unschwer zu erkennen, dass der Konzern weiter expandieren will. Zumbühls bemerkenswerte Aussage vor den Wirtschaftsvertretern: «Wir verkaufen eigentlich alles, was kein Mensch braucht, aber wir sind damit sehr erfolgreich.» Die Bucherer-Produkte seien dazu da, das Leben der Kunden schöner zu machen. Die Wahrnehmung einer Marke passiere in den Köpfen, und deren Aufbau brauche viel Zeit, so Guido Zumbühl. Das Unternehmen befindet sich in dritter Generation im Familienbesitz, beschäftigt in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich rund 1200 Mitarbeiter und betreibt 42 eigene Verkaufsstellen. Die zur Gruppe gehörende Bucherer Montres S.A. produziert unter dem Markennamen «Carl F. Bucherer» gar eigene Uhren. Verwaltungsratspräsident Jörg Bucherer (81) hat keinen Grund zur Klage, besitzt er doch gemäss der Zeitschrift «Bilanz» über ein Vermögen von rund 1,75 Milliarden und gehört damit zu den 300 reichsten Schweizern.

Kurt Liembd

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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