Nid- und Obwalden
Marco-Odermatt-Fan ist einer der besten Sanitärinstallateure

Die Breisacher-Feier zur Förderung der Berufslehre wurde abgesagt. Die rund 150 prämierten Absolventinnen und Absolventen erhielten ihre Geldpreise trotzdem. So auch der 28-jährige Bernhard Niederberger aus Beckenried.

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Der 28-jährige Bernhard Niederberger aus Beckenried konnte sich am Wochenende gleich doppelt freuen. Erstens traf am Freitag die Prämie der Alpnacher Breisacher-Stiftung als Anerkennung für seinen brillanten Lehrabschluss als Sanitärinstallateur auf dem Bankkonto ein. Denn Niederberger gehört neben Elena Gasser, Lungern, als medizinische Praxisassistentin, Marvin Illi Stansstad, als Polymechaniker sowie Nadine Strik, Beckenried, als Elektroplanerin (alle EFZ) zu den vier jungen Berufsleuten, welche die Lehrabschlussprüfung im Sommer mit der Note 5,7 als Beste abgeschlossen hatten.

Bernhard Niederberger hat seine Lehre als Sanitätsinstallateur mit der Note 5,7 abgeschlossen.

Bernhard Niederberger hat seine Lehre als Sanitätsinstallateur mit der Note 5,7 abgeschlossen.

Bild: Robert Hess (Stans, 22. Oktober 2021)

Und zweitens durfte sich Bernhard Niederberger am Sonntag als Fan von Marco Odermatt über dessen glänzenden Sieg beim Weltcup-Start in Sölden freuen. Die Wege der beiden Nidwaldner Sportler hatten sich nämlich als junge Skirennfahrer bei Swiss Ski gekreuzt. «Wegen Rückenproblemen musste ich leider vor vier Jahren einen Schlussstrich unter die angestrebte Profi-Karriere als Slalomrennfahrer ziehen», erzählt Bernhard Niederberger.

Weil ihm eine Berufsausbildung im handwerklichen Bereich sehr wichtig war, begann er möglichst rasch die Lehre als Sanitärinstallateur bei der Firma Aqwa Sanitär in Stans. Der ausgezeichnete Lehrbetrieb habe viel zu seinem guten Abschluss beigetragen. «Profitieren konnte ich aber auch von der Lebensschule als junger Skirennfahrer: Nämlich gewisse Sachen zum gesetzten Ziel konsequent durchzuziehen», fügt er hinzu. So will Bernhard Niederberger einen Teil der Breisacher-Prämie für die Weiterbildung einsetzen.

145'000 Franken gingen an die besten Absolventinnen und Absolventen

Rund 145‘000 Franken hat die 2008 gegründete Breisacher-Stiftung zur Förderung der Berufslehre dieses Jahr an die gegen 150 besten Absolventinnen und Absolventen des Lehrabschlusses 2021 in einem Obwaldner oder Nidwaldner Betrieb ausbezahlt. Die Minimalprämie beträgt 500 Franken. Prämien gehen zudem an Ivan Riebli, Giswil, und Elias von Atzigen, Alpnach, als erfolgreiche Teilnehmer der Schweizermeisterschaft SwissSkills. Die Berechtigten wurden von der Stiftung rechtzeitig angeschrieben und um eine Rückmeldung bis Ende September gebeten. Neun Personen haben sich laut Stiftungsrätin Marie-Louise Britschgi innert der Frist nicht angemeldet, so dass diese Prämien verfallen.

Weil die Breisacher-Feier mit Barauszahlung wegen Corona auch dieses Jahr ausfallen musste, wurden die Prämien auf den 22. Oktober an die vorher angegebenen Kontos ausbezahlt.

Keine Angst vor Veränderungen

Stiftungsratspräsidentin Brigitte Breisacher richtete sich an den traditionellen Feiern jeweils persönlich kurz an die jungen Berufsleute. Mit einem Appell, «sich im Leben gut an Veränderungen anzupassen». Sie schreibt weiter: «Wenn du es gewohnt bist, dich auf neue Anforderungen in deinem Job einzustellen und Spass daran hast, dich auch in diese hinein zu arbeiten, dann brauchst du keine Angst vor Veränderungen zu haben. Denn schon die Bereitschaft als solche, mit Veränderungen mitzugehen, stellt die Weichen so, dass du das auch schaffst.»

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