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NIDWALDEN: 291 IV-Rentner mit psychischer Erkrankung

Landrat Walter Odermatt (SVP, Stans) wollte in einer Kleinen Anfrage mehr zu Jugendlichen wissen, die aus psychischen Gründen IV beziehen. Die Regierung verweist nun auf Bundesbern.
Ein Ordner mit Unterlagen zur Invalidenversicherung (Archiv) (Bild: Keystone)

Ein Ordner mit Unterlagen zur Invalidenversicherung (Archiv) (Bild: Keystone)

Wie hoch der Anteil der IV-Bezüger aus psychischen Gründen in Nidwalden sei, wollte Walter Odermatt in einer Kleinen Anfrage wissen. Und wie viel Prozent von ihnen jünger als 25 Jahre sind.

Der Regierungsrat hält in seiner Antwort nun fest, dass 291 Personen aufgrund einer psychischen Erkrankung eine IV-Rente bezögen. Das entspreche einem Anteil von 43 Prozent, der schweizerische Durchschnitt liege bei 46 Prozent. Der unterdurchschnittliche Anteil sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, auf die der Kanton wenig bis gar keinen Einfluss nehmen könne.

In der Antwort listet die Regierung etwa die tiefe Erwerbs­losigkeit, die Alterszusammensetzung der Bevölkerung, die ländlichen Verhältnisse oder Ärztedichte auf. 14 der Rentenbezüger seien zwischen 16 und 24 Jahre alt. Dies entspreche einem ­Anteil von 2 Prozent aller Rentenbezüger respektive 5 Prozent jener aufgrund einer psychischen Erkrankung. Ein Vergleich der Vorjahreszahlen zeige, dass der Anteil zwar schwanke, aber über die Jahre hinweg relativ stabil geblieben sei.

Massnahmen zielen auf Eingliederung

Walter Odermatt wollte weiter wissen, was die Regierung zu unternehmen gedenke, um die steigende Anzahl an jugendlichen IV-Bezügern zu reduzieren. Dazu hält der Regierungsrat zunächst fest, dass die Auswertungen verschiedener Revisionen des IV-Gesetzes auf Bundesebene gezeigt hätten, dass die bisherigen Massnahmen klar auf das Ziel Eingliederung vor Rente ausgerichtet seien. Der Rentenbestand sinke rascher als erwartet. Bei den jungen Erwachsenen und den Personen mit einer psychischen Erkrankung hätten die letzten IV-Revisionen jedoch nicht den erhofften Erfolg gebracht. Daher habe der Bundesrat beschlossen, bei der nächsten ­IV-Revision unter dem Titel «Weiterentwicklung der IV» insbesondere die verbesserte Eingliederung dieser beiden Zielgruppen zu fördern.

In der Vernehmlassung dazu habe der Regierungsrat sämtliche geplanten Massnahmen befürwortet. Er erachte es für angebracht, die Beratung in den eidgenössischen Räten abzuwarten, welche für das kommende Frühjahr geplant ist. Danach könne entschieden werden, ob gegebenenfalls eigene zusätzliche Massnahmen ergriffen werden sollen.

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

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