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Nidwalden: 58 Postboten bedienen
19 000 Empfänger

Die Post hat nahe der Autobahn-Ausfahrt Stans Süd eine zentrale Zustellstelle in Betrieb genommen. Diese bietet mehr Platz und bessere Abläufe für die Pöstler, die von hier aus in die Gemeinden bis nach Seelisberg ausschwärmen.
Martin Uebelhart
Im neuen Zentrum im Haus von Glas Trösch laufen die Fäden für Pakete und Briefe für Nidwaldner Empfänger zusammen. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 10. Oktober 2018))

Im neuen Zentrum im Haus von Glas Trösch laufen die Fäden für Pakete und Briefe für Nidwaldner Empfänger zusammen. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 10. Oktober 2018))

Es herrscht Hochbetrieb morgens um sieben in der neuen zentralen Zustellstelle der Post in Buochs. Seit dem 1. Oktober wird im Erdgeschoss des Gebäudes von Glas Trösch täglich die Post für fast den ganzen Kanton Nidwalden und Seelisberg sortiert und von dort auch ausgeliefert. Rund 19 000 Haushalte und Postfächer werden bedient. An den Botenarbeitsplätzen mit den Fächern für die Feinsortierung sind die Pöstlerinnen und Pöstler damit beschäftigt, die Sendungen für ihre Touren in Fächer zu sortieren. Immer mehr Sendungen kommen bereits aus dem Logistikzentrum für Briefe in Kriens nach Adressen sortiert an.

«Die Sortierung von Hand ist im Abnehmen begriffen», sagt José Gabriel, Leiter der Briefzustellregion Kriens, auf unserem Rundgang durch den Betrieb. Doch Handarbeit brauche es nach wie vor: «Zeitungen oder Gratisanzeiger können wir nicht automatisch verarbeiten. Das können die Sortiermaschinen nicht leisten», betont er. Sonja Gisler, die die Post in einem Teil von Stans zustellt, hat den zweiten Teil ihrer Tour bereits auf ein Wägelchen geladen. «Diese Sendungen werden per Auto ins Depot in der Post Stans geliefert», sagt José Gabriel. Die Zusteller könnten nicht alle Sendungen für ihre Touren auf einmal auf dem Elektro-Dreirad mitnehmen. «In den Depots können sie die weitere Briefpost nachladen.»

Sechs Zustellstellen zusammengelegt

Bevor die Zusteller mit ihrer Feinverteilung beginnen können, werden nachts und frühmorgens die Pakete und Briefe angeliefert. «Diese werden in einem ersten Schritt auf die verschiedenen Teams und Zustellbezirke verteilt», sagt Gabriel. Im Zuge der Zusammenlegung von sechs Zustellstellen in Nidwalden – einzig die in Hergiswil blieb bestehen – sind die Zustellbezirke neu eingeteilt worden. Das Ziel sei, dass sich alle Mitarbeiter in mehreren Bezirken auskennen. «Mit der grossen Anzahl Mitarbeiter an einem Ort ist es auch einfacher, sich gegenseitig zu unterstützen oder Ferien sowie Ausfälle wegen Krankheit aufzufangen», sagt Gabriel. Insgesamt teilen sich in der Zustellstelle Buochs 58 Angestellte total 44 Vollzeitstellen.

Bald schon ist die grosse Halle menschenleer

Die Feinverteilung der Postsendungen neigt sich gegen 8 Uhr schon dem Ende zu. Dank den grosszügigen Platzverhältnissen können etwa die Töffanhänger direkt zu den Botenarbeitsplätzen gefahren werden. Bündel um Bündel wird eingeladen. In der Fahrzeughalle nebenan bereiten sich die Zusteller auf ihre Touren vor. Je nach Zustellgebiet kommen neben Elektro-Dreirädern auch Autos zum Einsatz. Toni Truttmann belädt eben einen VW Caddy mit Paketen für Emmetten und Seelisberg. Auf dem Beifahrersitz liegen Kistchen mit den Briefen für die Emmetter Postfächer, die übrigen Briefsendungen verstaut er im Laderaum.

Nach und nach schwärmen die Zusteller mit Autos und Elektrotöffs aus. Die grosse Halle mit den Verteilfächern ist plötzlich beinahe menschenleer. Die Post habe schon länger im Gebiet Stans Süd in Autobahnnähe nach einem Standort für eine zentrale Zustellstelle gesucht, sagt José Gabriel. Im Gebäude von Glas Trösch habe man nun ideale Räumlichkeiten gefunden.

Mitarbeiter wurden in die Planung einbezogen

Die Zusammenlegung bedeutet vor allem auch für die Mitarbeiter Umstellungen. «Sie haben einen neuen Arbeitsort und Arbeitsweg, und auch die Zustelltouren ändern sich», hält Gabriel fest. Diese Herausforderung sei nicht zu unterschätzen. Patrick Sidler leitet das Projekt der neuen Zustellstelle. Rund ein Jahr hätten die Vorbereitungen gedauert. «Dabei haben wir die Mitarbeiter in Umsetzungsteams stark miteinbezogen. Sie haben bei der Einteilung der neuen Touren mitgearbeitet oder die Einrichtung der Küche und des Aufenthaltsraums geplant.»

Der neue Standort bringe viele Vorteile: «Hier ist alles grosszügig ausgelegt und auf einem Boden. Es gibt keine Treppen und keine Schwellen.» In Stans beispielsweise sei bislang im ersten Stock des Postgebäudes sortiert worden. «Dann mussten die Sendungen mit dem Lift in den Keller gebracht werden, wo die Garage für die Fahrzeuge war.»

Zur Briefzustellregion Kriens gehören neben einem kleinen Teil des Kantons Luzern auch Obwalden und Nidwalden. Laut Auskunft von Markus Flückiger von der regionalen Kommunikation der Post ist im Kanton Obwalden aktuell keine zentrale Zustellstelle geplant wie jene in Nidwalden.

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