NIDWALDEN: 70 zusätzliche Pflegebetten bis 2035

Zur Versorgung der älteren Bevölkerung benötigt der Kanton Nidwalden bis ins Jahr 2035 gegen 474 Pflegebetten. Das sind rund 70 Plätze mehr als bisher. Zu diesem Schluss kommt die Nidwaldner Sozialdirektion im Rahmen der Pflegeheimplanung 2011 bis 2035.

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Der Kantons Nidwalden will vermehrt auf die Betreuung durch die Spitex setzen. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Der Kantons Nidwalden will vermehrt auf die Betreuung durch die Spitex setzen. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Betagte mit einem täglichen Pflegeaufwand von weniger als 40 Minuten sollen künftig nicht mehr in Pflegeheimen sondern durch Spitex-Dienste betreut werden, wie das Nidwaldner Gesundheitsamt am Donnerstag mitteilte. Ohne diese Massnahme müsste Nidwalden die Zahl der Pflegeplätze bis 2035 nahezu verdoppeln.

Der Regierungsrat will die Altersplanung in der nächsten Legislatur 2014-2018 neu ausrichten und insbesondere die Spitex-Dienste fördern. Die geplante neue Strategie hat zur Folge, dass sich der heutige Spitex-Aufwand verdoppelt.

Neben dem Ausbau des Pflegedienstes sollen gemäss Regierung neue Angebote im Bereich Alterswohnen und betreutes Wohnen bereitgestellt werden. Zudem soll die Schaffung einer psychischen Langzeitbetreuung geprüft werden. Dazu will die Gesundheitsdirektion mit Heimen, Gemeinden und Betagten zusammenarbeiten.

Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (OBSAN) erstellte im Auftrag der Nidwaldner Gesundheitsdirektion statistische Grundlagen zur Pflegeheimplanung. Demnach wächst die Zahl der über 65-Jährigen von zwischen 2011 und 2035 um 98 Prozent, und zwar von 6900 auf 13'700 Einwohner. Die Zahl der über 80-Jährigen wird gemäss Prognose von 1700 auf 4500 Einwohner zunehmen.

(sda)