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NIDWALDEN: Achereggbrücke wird rundum erneuert

Die Arbeiten zur Sanierung der Achereggbrücke sind in vollem Gange. Zurzeit wird unter anderem die Betonkonstruktion in Stand gesetzt.
Mit Höchstwasserdruck wird die oberste Schicht des Betons entfernt. (Bild Corinne Glanzmann)

Mit Höchstwasserdruck wird die oberste Schicht des Betons entfernt. (Bild Corinne Glanzmann)

Martin Uebelhart

Auf der Fahrbahn Richtung Hergiswil ist der rohe Beton zu sehen. An mehreren Orten klaffen Löcher, durch die die Arbeiter in die Hohlkästen darunter steigen können. In einer Art Zelt sind Bauarbeiter damit beschäftigt, mit Höchstwasserdruck die oberste Schicht des Betons zu entfernen. «Mit bis zu 2000 Bar Druck wird hier gearbeitet», sagt Niklaus Studer. Der Bauingenieur ist beim Nidwaldner Tiefbauamt für die Kunstbauten zuständig und leitet das Sanierungsprojekt.

Beschädigte Stellen abgetragen

«Das Tausalz und die wachsenden Belastungen setzen dem Beton zu», erklärt er. Diese beschädigten Stellen würden abgetragen und dann mit einem speziellen Mörtel reprofiliert. Das Wasser gelangte bis zu den Armierungseisen, sodass diese korrodierten. Dabei kann es zu Abplatzungen am Beton kommen.

Die Beschädigungen seien unterschiedlich ausgeprägt: «Bei den Fahrbahnübergängen kann das Wasser tiefer eindringen als anderswo. Entsprechend müssen wir mehr ausbessern und in Stand setzen. Bei anderen Stellen, zum Beispiel in den Hohlkästen, ist keine Sanierung erforderlich. Am Schluss erhält der Beton eine Beschichtung, die ihn vor den Einflüssen von Wasser und Luft schützt.» In weiteren Bauphasen werden dann die Gelenkverstärkungen der Brücke erneuert und unterhalb der Konstruktion Stahlverstärkungen angebracht.

Bereits 2010 habe man mit Untersuchungen an der Brücke begonnen. «Im Laufe dieser Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Brücke stärker beschädigt ist, als man in den Jahren zuvor bei visuellen Beurteilungen angenommen hat», sagt Niklaus Studer.

Die Brücke bleibt als wichtiges Nadelöhr zwischen Hergiswil und Stansstad während der Bauphasen einspurig befahrbar. Eine Lichtsignalanlage regelt den Verkehr. «Zu Beginn der Arbeiten waren zusätzlich Verkehrsdienstmitarbeiter im Einsatz», so Niklaus Studer. Deren Aufgabe sei es in erster Linie gewesen, eine Blockade der Kreisel an beiden Enden der Brücke zu verhindern. Später hätte der Verkehrsdienst mehr von aussen das Verhalten der Automobilisten beobachtet und wenn nötig eingegriffen. «Im Moment probieren wir aus, wie es ganz ohne Verkehrsdienst funktioniert», sagt der Projektleiter.

Kein alltägliches Projekt

Die Sanierung sei aufwendig, aber laufe bisher problemlos, sagt Studer. «Wir sind beim Zeitplan und bei den Kosten auf Kurs.» Gleichwohl sei es für Nidwalden kein alltägliches Projekt. «Es gibt nicht viele Projekte dieser Art, bei denen wir den Unterhalt machen müssen.» Die Sanierung der 1964 eröffneten Brücke kostet gut 11 Millionen Franken. 96 Prozent der Kosten trägt der Bund, der Rest verbleibt dem Kanton. Die erste Hälfte der Bauphase dauert bis Herbst. Von März bis Oktober 2016 folgen die Kantonsstrasse Richtung Stansstad und das Trassee der Zentralbahn. Neben den beiden Hauptbauphasen werden zusätzlich fünf kleinere einwöchige Bauphasen genutzt, um die Provisorien zu erstellen respektive zu entfernen und die Unterführung und die beiden Trasseeabschnitte in Stand zu setzen.

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