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NIDWALDEN: «Ärzte sprechen von Wunder»

Er fühlt sich fit, geht in die Schule, macht ein Praktikum. Das ist für Fabio Paco nicht selbstverständlich. Hinter sich hat er ein sehr schwieriges Jahr.
Matthias Piazza
Fabio Paco wurde Ende Sommer aus dem Spital entlassen und genoss die Weihnachtstage zu Hause. (Bild Corinne Glanzmann)

Fabio Paco wurde Ende Sommer aus dem Spital entlassen und genoss die Weihnachtstage zu Hause. (Bild Corinne Glanzmann)

Wie geht es Ihnen? Wenn man Fabio Paco diese Frage stellt, dann nicht für einen simplen Small-Talk. Sondern um sich über den Gesundheitszustand des 17-jährigen Stansers zu erkunden. Eine Frage, die mehr als berechtigt ist. Dass es ihm gut geht, hört man gerne. Denn selbstverständlich ist das nicht.

Fabio leidet an einer sehr seltenen schweren Erkrankung des Immunsystems. Die Krankheit zwang ihn im zu Ende gehenden Jahr während vier Monaten ins Spitalbett. Die Ärzte und Angehörige bangten zeitweise um sein Leben.

Wettlauf mit der Zeit

Die einzige Hoffnung schien eine Blutstammzellspende. Es begann ein Wettlauf mit der Zeit – mit einer beispiellosen Solidarität, hervorgerufen durch die Berichterstattung in unserer Zeitung. Über Facebook riefen Freunde und Bekannte zum Registrieren auf. Das Kantonsspital Nidwalden als Arbeitgeber von Fabios Eltern lancierte Ende Juli gar eine Registrierungsaktion. Rund 600 Leute marschierten auf, um sich eine Speichelprobe entnehmen zu lassen und sich in der weltweiten Datenbank mir rund 25 Millionen potenziellen Spendern zu registrieren in der Hoffnung, dass sie als Spender für Fabio in Frage kommen. Ein Treffer blieb aus. Die Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung ist sehr klein.

Er konnte nicht am Leben teilhaben

Die Zeit im Kinderspital Luzern bezeichnet er als hart. Das Leben draussen ging ohne ihn weiter. So fand auch der Abschlussball seiner Klasse ohne ihn statt, an dem er so gerne teilgenommen hätte. «Das Schwierigste für mich war aber, dass ich im Sommer nicht meine Lehrstelle als Detailhandelsfachmann antreten konnte. Das war für mich ein Weltuntergang», blickt er zurück.

Ärzte gaben die Hoffnung auf

Umso mehr schätzte er die Unterstützung seiner Familie, Freunde und Kollegen. «Meine Schulkameraden schickten mir Briefe, besuchten mich, spielten Schach mit mir.» Seine Mutter hörte auf zu arbeiten, um bei ihrem Sohn zu sein. Doch es ging ihm immer schlechter. Die Ärzte gaben die Hoffnung auf. Und dann ging es plötzlich bergauf. Sein Zustand stabilisierte sich. «Die Ärzte sprechen von einem Wunder, hätten nie gedacht, dass es mir jetzt so gut geht», erzählt Fabio Paco. «Warum es mir genau so geht, konnten sie mir nicht erklären. Sie meinten, vielleicht hätten sie nun die richtigen Medikamente gefunden, es könne überdies auch an meiner grossen Willenskraft liegen.»

Das Jahr prägte ihn

Seit seiner Entlassung aus dem Spital Ende Sommer kann er fast wieder ein normales Leben führen, absolviert das zehnte Schuljahr, startet parallel im Januar ein Praktikum als Detailhandelsfachmann in Luzern, geht in den Ausgang. Doch das Jahr prägte den Jugendlichen. «Ich denke jetzt anders übers Leben nach, nachdem ich gemerkt habe, dass es sich von einem auf den anderen Moment ändern kann.»

«Mein einziger Wunsch ist die Gesundheit», antwortet Fabio Paco auf die Frage nach der Zukunft. Er weiss, dass er nicht geheilt ist, bis ein geeigneter Blutstammzellspender für ihn gefunden ist.

Matthias Piazza

Fabio Paco (17) wurde Ende Sommer aus dem Spital entlassen und genoss die Weihnachtstage zu Hause. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Fabio Paco (17) wurde Ende Sommer aus dem Spital entlassen und genoss die Weihnachtstage zu Hause. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

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