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NIDWALDEN: Alle 56 haben den Gipfelwein verdient

34 Frauen und 22 Männer haben am Samstag ihr Maturazeugnis erhalten. In einer eindrücklichen Feier verabschiedeten sie sich vom Gymnasium. Unter den Besten reihte sich die erst 16-jährige Claire Dick ein.
Richard Greuter
Lehrer Simon Kuster wird von den Schülern bei deren Abschied auf Händen getragen. (Bild: André A. Niederberger (Stans, 24. Juni 2017))

Lehrer Simon Kuster wird von den Schülern bei deren Abschied auf Händen getragen. (Bild: André A. Niederberger (Stans, 24. Juni 2017))

Richard Greuter

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Die Freude, aber auch der Stolz waren unübersehbar. Bereits auf dem Weg zum Kollegi sah man unter den Maturandinnen und Maturanden und deren Angehörigen nur fröhliche und zufriedene Gesichter. 34 junge Frauen, festlich gekleidet, und 22 junge Männer, meist in dunklen Anzügen, konnten von Bildungsdirektor Res Schmid das ersehnte Maturazeugnis in Empfang nehmen. Für sie war die Maturafeier ein erster Höhepunkt in ihrer Bildungslaufbahn. Oder wie sich Albert Müller, Präsident der Maturitätskommission, der die maturitäre Ausbildung mit einem Aufstieg zum gymnasialen Olymp verglich, ausdrückte: «Sie alle haben sich den Gipfelwein heute redlich verdient.»

Ein Gipfelwein, der symbolisch mit einer eindrücklichen Feier von den Maturae und Maturi, aber auch von den zahlreichen Gästen und Lehrpersonen genossen wurde. Für alle Absolventen heisst es, vom Gymnasium Abschied zu nehmen auf dem Weg in eine neue Zukunft. Dies könnte kaum besser zum Ausdruck kommen, als in einem Lied von Andrea Bocelli, unter dem Titel «Time To Say Goodbye». Der Song wurde von Schülern des Ergänzungsfachs Musik vorgetragen, mit einem einfühlsamen Solopart von Nadia Lischer. Unter der Leitung von Musiklehrer Res Röösli sangen die Schüler am Schluss den Gospelsong «Let Me Fly». Ein Stück, das davon erzählt, wie sich ein beseelter Mensch vom Geist forttragen lässt und zu neuen Höhenflügen ansetzt. Etwas, das Rektor Patrik Eigenmann den erfolgreichen Kollegischülern wünschte und ihnen mit auf den Weg gab.

Appell des Rektors, aus der Welt etwas Besseres zu machen

Den zwischenmenschlichen Aspekt beleuchtete Guido Müller, Englisch- und Sportlehrer, der sich in seiner Rede über sogenannte Soft Skills (persönliche, soziale und methodische Kompetenzen) äusserte und mit Beispielen untermauerte. Dabei meinte er am Schluss seiner Ausführungen: «Es spielt keine Rolle, wo und was ihr studiert. Aber findet ein Betätigungsfeld, das ihr liebt, das euch Freude bereitet.» Und er empfahl: «Denkt daran, dass es neben Schule, Studium und Beruf auch noch die 3 ‹F› gibt: Familie, Freunde und Freizeit!»

«Sie haben etwas bekommen, das den Zugang zu jeder Universität in der Schweiz garantiert», sagte Rektor Patrik Eigenmann zu den Schülern und lenkte dann seinen Blick auf Erwartungen, die über das Maturazeugnis hinausgehen: «Die Fähigkeit, anspruchsvolle Aufgaben in der Gesellschaft zu übernehmen.» Neben den fachlichen Voraussetzungen brauche es noch mehr: «Sie sind bereit, Verantwortung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen, der Gesellschaft und der Natur wahrzunehmen.» Dies heisse auch, die eigenen Ansprüche zurückzunehmen. «Ich wünsche mir», so Eigenmann, «dass ihr versucht, aus der Welt etwas Besseres zu machen.»

Markus Röösli, Präsident des Vereins der Freunde des Kollegiums, stellte die erfolgreichsten Absolventen vor. Das beste Maturazeugnis erhielt Alicia Baumann, die 19-jährige Beckenriederin erzielte 80,5 von maximal 84 Punkten. Hinter ihr rangierte Anna Lena Klein aus Engelberg mit 79 Punkten. Für eine grosse Überraschung sorgte Claire Dick. Die Emmetterin ist gerade mal 16 Jahre alt und erzielte mit 77 Punkten das drittbeste Ergebnis (siehe Kasten).

Bei der Preisverleihung der Schindler-Kulturstiftung erhielten Anna Lena Klein und Marco Savignano für ihre Maturaarbeit je ein Preisgeld von 1000 Franken (siehe Kasten). Eine Auszeichnung in der Höhe von 500 Franken, überreicht von Niklaus Reinhard, Präsident der Schindler-Kulturstiftung, erhielten Sina Käslin und Flavia Zimmermann.

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