NIDWALDEN: Alois Bissig kritisiert seine Partei

Der abgewählte Regierungsrat Alois Bissig tut sich persönlich sehr schwer mit seiner Abwahl. Er kann auch den Entscheid seiner Partei nicht verstehen.

Kurt Liembd
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An der Nominationsversammlung vom Januar war die Welt für Alois Bissig noch in Ordnung. (Bild Roger Zbinden)

An der Nominationsversammlung vom Januar war die Welt für Alois Bissig noch in Ordnung. (Bild Roger Zbinden)

«Ich habe den Entscheid akzeptiert, bin damit aber nicht einverstanden», so die klare Aussage von Alois Bissig an der CVP-Delegiertenversammlung vom Donnerstag in Buochs. Damit meinte er den Entscheid des CVP-Vorstandes, ihn nach dem ersten Wahlgang der Regierungsratswahlen vom 23. März aus dem Rennen zu nehmen. Während Parteikollegin Karin Kayser im ersten Wahlgang gewählt wurde (7859 Stimmen), verfehlten Alois Bissig und Othmar Filliger das absolute Mehr (7485). Mit 7293 Stimmen lag Filliger sogar noch 191 Stimmen vor dem bisherigen Justiz- und Sicherheitsdirektor Bissig (7102 Stimmen).

Alois Bissig machte aus seinem Herzen keine Mördergrube und sagte offen, was er empfindet. «Das Verhalten des Vorstandes ist nicht im Interesse des Kantons und der Bevölkerung.» Zudem gab er zu bedenken, dass die Abmachung mit dem CVP-Vorstand alles andere als klar gewesen sei und nicht einzig auf Zahlen beruht habe. «Statt mir zu helfen, hat mir der Vorstand ein Bein gestellt.» Anders sah dies Vizepräsidentin Theres Rotzer: «Das Vorgehen wurde mit allen Kandidaten vorgängig besprochen.» Nach dem ersten Wahlgang sei es ein sehr schwieriger Entscheid gewesen, Bissig aufzugeben.