Nidwalden anerkennt mehr Kinderkrippen

Im Kanton Nidwalden werden neu mehrere Kinderkrippen von der öffentlichen Hand unterstützt. Der Landrat hat am Mittwoch das neue Kinderbetreuungsgesetz in erster Lesung mit 44 zu 6 Stimmen gutgeheissen.

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Alle fünf Kinderkrippen im Kanton Nidwalden (im Bild das Chinderhuis) werden vom Kanton unterstützt. (Bild: PD)

Alle fünf Kinderkrippen im Kanton Nidwalden (im Bild das Chinderhuis) werden vom Kanton unterstützt. (Bild: PD)

Lange Zeit war das Chinderhuis die einzige Institution in Nidwalden, die eine familienergänzende Kinderbetreuung anbot. Der Kanton schloss mit ihm eine Leistungsvereinbarung ab. Das Chinderhuis erhielt Beiträge des Kantons, die Gemeinden unterstützten Eltern, die die vollen Tarife nicht zahlen konnten.

Heute gibt es in Nidwalden fünf Krippen für Kinder im Vorschulalter mit 92 Plätzen; dazu kommen 42 Tagesfamilien. Mit dem neuen Kinderbetreuungsgesetz werden alle Institutionen gleichgestellt, das heisst es können alle, und nicht mehr nur das Chinderhuis, von der öffentlichen Hand unterstützt werden, sofern sie gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Grüne üben Kritik am Gesetz

Kritik an der Vorlage kam von Leo Amstutz (Grüne), weil das Gesetz nur die Betreuung von Vorschulkindern betreffe. Er sagte, die familienergänzende Betreuung mache nur Sinn, wenn sie auch die Schulkinder umfasse. Bei den Angeboten für die Schulkinder seien die Unterschiede zwischen den Gemeinden sehr gross. Amstutz sagte, in der vorliegenden Form verdiene das Kinderbetreuungsgesetz seinen Namen nicht. Sein Rückweisungsantrag wurde aber mit 46 zu 4 Stimmen abgelehnt.

Auch Thomas Wallimann (Grüne) wollte sich nicht damit abfinden, dass die familienexterne Kinderbetreuung für den Kanton aufhört, wenn die Schulpflicht beginnt. Beim Gesetz handle es sich mehr um eine Spar- als um eine Familienförderungsvorlage, sagte er. Seine Änderungsvorschläge waren aber chancenlos.

sda