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NIDWALDEN: Anwohner kämpfen in Stans um diese Wiese

Die Firma Zimmermann Transport will auf dem Areal der Müller Martini in Stans einen Aufbereitungsplatz für mineralische Stoffe errichten. Nicht alle haben Freude daran. Einsprachen gingen ein.
Auf dieser Wiese beim Gebäude der Firma Müller Martini in Stans soll ein Aufbereitungsplatz entstehen. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 28. März 2017))

Auf dieser Wiese beim Gebäude der Firma Müller Martini in Stans soll ein Aufbereitungsplatz entstehen. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 28. März 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Auf dem Areal der Müller Martini will die Zimmermann Transport AG eine Aufbereitungsanlage bauen für Aushub und Kies, die bei Bauarbeiten anfallen. Auf der Anlage soll das Aushubmaterial mit Maschinen gebrochen, gesiebt und aufbereitet werden, um es als Baustoff wiederzuverwenden. Das wird zwar in vereinfachter Form schon am bestehenden Standort an der Stanserstrasse in Buochs gemacht. «Doch wir sind nicht in der Lage, Kies in vielen unterschiedlichen Grössen aufzubereiten. Aber genau dies wird heute immer mehr verlangt», erläutert Reto Zimmermann, Geschäftsleiter und Inhaber, das Problem. «Am liebsten hätten wir 20 000 Quadratmeter zusätzliches Land angrenzend an unser Areal erworben. Dies war aber nicht möglich, da der Kanton die Umzonung nicht erlaubte.»
Reto Zimmermann spricht von einer schwierigen Suche nach geeignetem Land. Fündig wurde man schliesslich bei Müller Martini. Die Firma in der Nähe des Einkaufszentrums Länderpark in Stans wäre bereit, Zimmermann die benötigte Fläche von rund 20 000 Quadratmetern zu vermieten. «Natürlich hätten wir am liebsten alles an einem Ort, doch die Lösung ist optimal, der Standort liegt in der Industriezone und ist dank der nahen Autobahnausfahrt verkehrstechnisch gut gelegen», erläutert Reto Zimmermann die Vorteile.

Runder Tisch brachte keine Annäherung

Eine Anlage unter freiem Himmel würde das angelieferte Material in zahlreiche sogenannte Fraktionen sortieren. «Um Expansion geht es uns dabei nicht in erster Linie, auch wenn der eine oder andere zusätzliche Arbeitsplatz geschaffen würde. Im Zentrum steht für uns die Besitzstandswahrung. Den steigenden Ansprüchen unserer Kunden wollen wir gerecht werden. Das können wir heute leider nicht immer. Wir mussten auch schon Aufträge ablehnen.» Der zusätzliche Standort bei Müller Martini hätte auch den Vorteil, dass man das bestehende Recyclingcenter in Buochs erweitern könnte.

Das Projekt stösst aber auf Widerstand. Reto Zimmermann bestätigt, dass Einsprachen eingegangen sind. Ein runder Tisch mit den Einsprechern habe nichts an den unterschiedlichen Standpunkten geändert. «Die Einsprecher haben Bedenken wegen Lärm, Staub oder zusätzlichen Verkehrs.» Dies sei unberechtigt. Er verweist auf den Umweltverträglichkeitsbericht. «Die Lärmschutzvorschriften werden vollumfänglich eingehalten, auch dank Lärmschutzwänden. Auch werden wir nicht fünf Tage in der Woche während neun Stunden Kies bearbeiten.» Zudem generierten die Kiestransporte dank asphaltierter Strasse nicht mehr Staub als jede andere Lastwagenfahrt. «Dank der direkten Zufahrt zur Autobahn werden auch keine Wohnquartiere belastet.»

Reto Zimmermann hofft darum, dass die Gemeinde Stans die Einsprachen abweist, stellt sich aber darauf ein, dass die Einsprecher den allenfalls ablehnenden Entscheid weiterziehen würden. «Wir möchten so schnell wie möglich das Land nutzen, eine zeitliche Verzögerung würden wir aber wohl oder übel in Kauf nehmen», hält er fest. «Denn wir brauchen die Anlage, um für die Zukunft gerüstet zu sein.»

Sorgen wegen Immissionen

«Der Standort auf der grünen Wiese ist völlig ungeeignet», begründet Ivo Christen, einer der Einsprecher, den Widerstand. «Auch wenn das Gebiet in der Industriezone liegt, wird es doch als Naherholungsgebiet geschätzt.» Vor allem mache man sich Sorgen wegen der Immissionen. «Staub und Lärm würden selbst noch im Dorf zu spüren sein.» Ungelöst ist für ihn auch die Verkehrsfrage. «Der zusätzliche Lastwagenverkehr wird das Problem an der unübersichtlichen Einmündung in die Rotzlochstrasse noch verschärfen», hält Ivo Christen fest, der im benachbarten Rotzring wohnt. Und abgesehen davon wäre eine solche Anlage auch unansehnlich. «Wir sind überzeugt, dass es viel geeignetere Standorte gibt. Deshalb sollten die Stanser über diese Abfallanlage abstimmen können.»

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