NIDWALDEN: Atom-Ausstieg frühestens in 50 Jahren

Die SP will, dass sich der Kanton Nidwalden bis in 30 Jahren von der Atomenergie verabschiedet. Unrealistisch, findet das Elektrizitätswerk Nidwalden.

Drucken
Teilen
(Grafik Oliver Marx/Neue LZ)

(Grafik Oliver Marx/Neue LZ)

Der Kanton Nidwalden bezieht übers Jahr gesehen rund die Hälfte des Stroms aus Atomkraftwerken. Das ist nicht im Sinne der SP Nidwalden. Sie will, dass sich der Kanton Nidwalden in den nächsten 30 Jahren schrittweise aus der Atomenergie verabschiedet. Im vergangenen Herbst reichte die Partei eine entsprechende Initiative ein.

Für SP-Präsident Beat Ettlin ist die politische Stossrichtung der Initiative eine logische Konsequenz aus der Wellenberg-Debatte. Anders sieht dies Christian Bircher, Direktor des Elektrizitätswerkes Nidwalden (EWN). «Diese Forderung ist unrealistisch. Unser Kanton ist auf Atomenergie angewiesen». Er rechnet ohne Atomstrom mit rund einer Verdreifachung des Strompreises. Die Vision der SP ist aus diesem Grund gemäss Christian Bircher frühestens in 50 Jahren denkbar. Über die Initiative wird voraussichtlich am 26. September abgestimmt.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.