NIDWALDEN: Auch Spitzensportler sind willkommen

Schüler, die Spitzensport betreiben, sind im Kollegi gut aufgehoben. Sie dürfen zu Gunsten ihres Trainings gar Lektionen «schwänzen».

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Lea Bünter nimmt im Kollegi Stans am Spitzensport-Programm teil. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

Lea Bünter nimmt im Kollegi Stans am Spitzensport-Programm teil. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

red. Französische Revolution, Vektorgleichungen – und dann zum Krafttraining. So in etwa könnte ein Tag von Lea Bünter aussehen. Die 18-jährige Dallenwilerin ist ehrgeizig. Einerseits besucht sie die 6. Klasse am Stanser Kollegi. Anderseits ist die Matura nicht ihr einziges Ziel. Als Spitzensportlerin trainiert sie hart für ihre Karriere als Langläuferin. Sie ist eine von vier Kollegi-Schülerinnen, die als Athletinnen von nicht promotionswirksamen Fächern entlastet sind. Das heisst, von 36 Lektionen pro Woche werden ihr je nach Schuljahr fünf bis sieben erlassen.

Mehr Zeit zum Trainieren

«Ich finde das Angebot sehr gut, es bringt mich weiter. So kann ich in der freien Zeit den Schulstoff nachholen oder ein zusätzliches Training absol­vieren», meint Lea Bünter, welche wöchentlich rund zehn Stunden trainiert. Seit vergangenem Schuljahr bietet das Kollegi seinen Spitzensportlern diese Möglichkeit an. «Spitzensportler sprachen uns immer wieder darauf an, dass sie gerne mehr Zeit hätten zum Trainieren», begründet Rektor Patrik Eigenmann die Schaffung des neuen Angebotes.