Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

NIDWALDEN: Autofahrer müssen sich länger gedulden

Der Autobahn-Abschnitt zwischen Stansstad und Stans Süd ist bald fertig saniert. Doch das Wetter führte zu Verzögerungen.
Bauarbeiter vergangene Woche bei Belagsarbeiten auf der A 2 in Stans. (Bild Corinne Glanzmann)

Bauarbeiter vergangene Woche bei Belagsarbeiten auf der A 2 in Stans. (Bild Corinne Glanzmann)

Matthias Piazza

Noch ziehen die Baumaschinen nicht ab. Statt wie angekündigt Ende Juni kann die A 2 zwischen Stansstad und der Autobahnausfahrt Stans Süd voraussichtlich erst am 17. Juli für den Verkehr freigegeben werden. Das schlechte Wetter verzögerte Belagsarbeiten. Noch müssen der Deckbelag auf dem Pannenstreifen und der einen Fahrspur im nördlichen Abschnitt (Lärmschutzgalerie Stansstad bis Stans Nord) eingebaut sowie restliche Abschlussarbeiten ausgeführt werden.

Ausserhalb der Autobahn stehen noch Belagsarbeiten beim Anschluss Stans Nord und Anpassungen der Beleuchtung an. «Die witterungsbedingten Verspätungen können wir aber teilweise wettmachen, weil wir mit der dritten Sanierungsetappe bereits gestartet sind», sagt Esther Widmer, Mediensprecherin des Bundesamtes für Strassen (Astra).

Autobahn wird neu gebaut

In den vergangenen eineinhalb Jahren wurde die 40-jährige Autobahn zwischen Stansstad und Stans praktisch neu gebaut. So erhielt das Teilstück einen neuen, leiseren Belag und eine neue Entwässerung, welche den heutigen Anforderungen des Gewässerschutzgesetzes entspricht. Zudem entstand in der Oberen Spichermatt eine neue Lärmschutzwand und beim Anschluss Stans Nord beim Länderpark eine von drei sogenannten Strassenabwasser-Behandlungsanlagen (Saba) mit einem rund 50 auf 30 Meter grossen Filterbecken. Diese Anlage reinigt das Wasser von den Fahrbahnen, damit es anschliessend in ein Gewässer geleitet werden kann. Zudem ersetzen an einigen Stellen sogenannte Vario­guard-Elemente im Mittelstreifen die konventionellen Leitplanken. Diese beweglichen Leitplanken erhöhen die Flexibilität für das Überfahren des Mittelstreifens (zum Beispiel für die Rettungskräfte). Esther Widmer zieht eine positive Zwischenbilanz – sowohl was die Termine im Allgemeinen als auch die Kosten betrifft. «Es gab auch wenig Reklamationen von Anwohnern oder Autofahrern.» Auch die Polizei habe sich positiv geäussert. Bis auf einige glimpflich ausgegangenen Streifkollisionen bei den verkürzten Einfahrten sei man von Unfällen verschont geblieben.

Dritte Etappe gestartet

Bereits seit Mitte April laufen die Vorbereitungsarbeiten für das dritte Teilstück Stans Süd bis Anschluss Beckenried. 18 Brücken und 17 Stützmauern bringt das Astra bis Mai 2017 wieder auf Vordermann, erneuert und erhöht teilweise die Lärmschutzwände, ersetzt den Belag und erneuert die Fahrbahnentwässerung. Zudem werden auch zwei neue Sabas gebaut und die Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen wie Kabelanlagen und Signalisationen instand gesetzt.

Die Arbeiten unter laufendem Verkehr hätten sich bewährt – trotz teilweise Aufhebung des Pannenstreifens, engerer Fahrspuren und der Geschwindigkeitsreduktion von Tempo 120 auf Tempo 80. Spurreduktionen wurden nur nachts durchgeführt.

Kosten insgesamt 278 Millionen

Täglich befahren zwischen 30 000 und 40 000 Fahrzeuge den 12 Kilometer langen Nidwaldner A-2-Abschnitt zwischen Acheregg und Beckenried. Für das Jahr 2030 geht das Astra von 37 000 bis etwa 45 000 Fahrzeugen aus. Die Kosten für die Gesamtsanierung belaufen sich auf rund 278 Millionen Franken.

Hinweis

Wegen der Belagsarbeiten wird die Ein- und Ausfahrt Stans Nord, in Fahrtrichtung Gotthard, vom Freitag, 3. Juli, 20.30 Uhr, bis Montag, 6. Juli, 5 Uhr, gesperrt. Ausweichdatum bei schlechtem Wetter: Freitag, 10. Juli, bis Montag, 13. Juli.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.