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NIDWALDEN: Autofahrer sollen bei Stau auf der Autobahn bleiben

Mit gesperrten Autobahnausfahrten will die Polizei den Ausweichverkehr bei Stau reduzieren.
Philipp Unterschütz
Stau auf der A2 bei Hergiswil in Richtung Nord. (Symbolbild: Roger Grütter)

Stau auf der A2 bei Hergiswil in Richtung Nord. (Symbolbild: Roger Grütter)

Das Wetter ist prächtig, der Ausflugsverkehr gross, die Strassen sind überlastet. Besonders damit konfrontiert ist Hergiswil, das Nadelöhr am Lopper, wo sich sämtliche Verkehrsachsen durchzwängen. Vergangenen Sonntag war es wieder so weit. Zuerst Stau auf der A2 und der A8 und kurz darauf auch auf der Hergiswiler Seestrasse.

Die Nidwaldner Kantonspolizei griff ein und stellte die Signalisationsanlagen für die Autobahnausfahrt Hergiswil in Stans Nord inklusive der offenen Lopperstrecke auf Rot. Schliesslich musste auch noch die Ausfahrt Stans Süd durch eine Patrouille gesperrt werden, weil die Autofahrer bereits dort in Scharen versuchten, die Autobahn zu verlassen. Die Obwaldner Kantonspolizei sperrte zudem die Ausfahrt Hergiswil in Alpnachstad. «Um den Verkehrsfluss zu verbessern, versuchen wir, Ausweichverkehr zu verhindern und den Abfluss in die Dörfer zu dosieren», erklärt Lorenz Muhmenthaler, Chef der Nidwaldner Verkehrs- und Sicherheitspolizei.

Den Entscheid über eine solche Massnahme fällt jeweils der Pikettchef gemeinsam mit der Einsatzzentrale, die Signalanlagen werden von Stans aus gesteuert. «Es ist jedes Mal ein Abwägen. Wo ist es weniger schlimm, wenn sich der Verkehr staut?», sagt Lorenz Muhmenthaler und erklärt, dass die Sperrung der Ausfahrten vor allem für die Anwohner Probleme schafft. «Es ist nicht möglich, diese trotzdem die gesperrten Strecken benutzen zu lassen, das könnten wir auch gar nicht kontrollieren.» Das bedeutet, dass sich Einheimische, die von Süden oder aus Obwalden kommen, auf der Autobahn bis in den Schlund in Horw durch den Stau kämpfen müssen, um danach nach Hergiswil zurückfahren zu können.

Gemeindepräsident will regelmässige Sperrungen

Mit Sicherheit wird die Polizei diesen Sommer öfters zu diesem Mittel greifen müssen. Lorenz Muhmenthaler will allerdings weder von einem neuen Regime sprechen noch eine Prognose abgeben. «Wir machen das nur, wenn absolut nötig. Wenn die Autobahn wegen Stau kolonnenweise verlassen wird.» Es sei aber trotz Verkehrsbehinderungen besser, auf der Autobahn zu bleiben. Erfahrungsgemäss komme man immer noch schneller vorwärts als auf dem untergeord­neten Strassennetz.

Der Hergiswiler Gemeindepräsident Remo Zberg begrüsst die Massnahme und wünscht, dass die Sperrung der Autobahnausfahrten Hergiswil «institutionalisiert» wird. «Die Hergiswiler können sich daran gewöhnen und sich entsprechend verhalten. Es ist nicht gut, wenn die Ausfahrten bei Stau einmal zu sind und dann wieder nicht.» Zudem brauche man ein Dosiersystem schon ausserhalb des Dorfes, um den Durchgangsverkehr zu regulieren. «Wir haben das alles beim Kanton verlangt. Nach den Sommerferien haben wir wieder eine Besprechung zu diesem Thema.»

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ nidwaldnerzeitung.ch

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