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Nidwalden: Bäuerlicher Unternehmergeist wird mit Innovationspreis belohnt

Zwei Familien aus Büren und Oberdorf sind vom Nidwaldner Bauernverband für ihr Engagement geehrt worden. Während bei den einen Preisgewinnern eine Sinnkrise am Anfang stand, war es bei den anderen die unermüdliche Suche nach mehr Wertschöpfung.
Richard Greuter
Die strahlenden Gewinner des diesjährigen Innovationspreises präsentieren ihren Auszeichnungen (von links): Käthi und Andreas Würsch aus Büren sowie Monika und Michael Lussi mit Heidi und Sepp Lussi aus Oberdorf. (Bild: Richard Greuter, Hergiswil, 19. März 2019)

Die strahlenden Gewinner des diesjährigen Innovationspreises präsentieren ihren Auszeichnungen (von links): Käthi und Andreas Würsch aus Büren sowie Monika und Michael Lussi mit Heidi und Sepp Lussi aus Oberdorf. (Bild: Richard Greuter, Hergiswil, 19. März 2019)

Eine Sinnkrise brachte Andreas Würsch zum Umdenken. So wurde vor rund 25 Jahren aus dem intensiven Schweinezüchter ein biologischer Gemüsebauer. An der Generalversammlung des Nidwaldner Bauernverbandes wurde die Familie Würsch aus Büren für ihr Lebenswerk mit einem Innovationspreis geehrt. Zusammen mit seiner Frau Käthi baut er auf dem Hof Sagensitz auf 2,5 Hektaren Sommer- und Wintergemüse an, das Kunden zweimal in der Woche nach Hause geliefert bekommen. Bei den Arbeiten helfen zwei Festangestellte, verschiedene Praktikanten und auch ihre Kinder Elisa und Linus mit, heisst es in einer Beschreibung.

Ähnlich der homöopathischen Medizin gibt der Landwirt dem Mist, Kompost oder der Gülle in feinster Dosierung Pflanzenpräparate bei. Der Boden werde so fruchtiger und lebendiger. Ein ausgeglichenes Verhältnis von Wald-, Hecken-, Auen- und Obstlandschaft zu Wiesen und Ackerflächen schaffe Lebensräume für Nützlinge und prägt das Landschaftsbild. Im Stall des 13 Hektaren grossen Betriebs leben unter anderem sechs Kühe mit Jungvieh, ein Stier und 50 Milchziegen, die die Sommermonate auf der Alp verbringen.

Dass Betriebe wachsen müssen, um einem Nebenerwerb auswärts zu entgehen, ist längst bekannt. Die Familie Lussi vom Hof Rochushostatt in Oberdorf konnte ihren Betrieb auf verschiedenen Ebenen erweitern und auf eine zukunftsträchtige Basis stellen. Seit Anfang dieses Jahres führen Michael und Monika Lussi den Betrieb, die Eltern Sepp und Heidi Lussi wirken tatkräftig mit. Vor acht Jahren konnten sie die Alp Arni-Stalden in Pacht übernehmen.

Diese Betriebserweiterung und die Eröffnung ihres «Hof-Gastro» ermöglichten eine höhere Wertschöpfung. Für den grossen Unternehmergeist wurden sie ebenfalls vom Bauernverband Nidwalden geehrt.

Betriebliches Wachstum auf verschiedenen Ebenen

Da der bisherige Stall nicht mehr den Vorschriften entsprochen hatte, planten die Eltern schon vor einigen Jahren einen Neubau. Darin sahen sie Räume für den Gastrobetrieb, ein Schlachthaus und eine Rauchkammer vor. «Ziel war es, dass die Eltern und die beiden Söhne auf dem Hof arbeiten konnten», sagte Michael Lussi bei der Preisverleihung. Durch dieses Wachstum erhöhte sich der Viehbestand von etwa 15 auf 25 Milchkühe.

Inzwischen sind die Arbeiten aufgeteilt worden und der Alltag hat sich soweit eingependelt. Den Hof, die Alp und die Gastronomie betreiben Michael und Monika Lussi zusammen mit den Eltern. Da Christian Lussi seinerzeit den Beruf eines Metzgers erlernt hatte, betreibt er den Schlachthof und die Rauchkammer. Da die beiden Bauernfamilien den Sommer auf der Alp verbringen, werden die Anlässe im «Hof-Gastro» vor allem in den Wintermonaten von Gästen gebucht.

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