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NIDWALDEN: Bahnperrons in Dallenwil sollen Überführung erhalten

Illegale Gleisüberquerungen führen in Dallenwil immer wieder zu gefährlichen Situationen. Nun plant die Zentralbahn eine Passerelle über die Gleise.
Martin Uebelhart
Ein Zug fährt in den Bahnhof Dallenwil ein. (Bild: Corinne Glanzmann (10. April 2018))

Ein Zug fährt in den Bahnhof Dallenwil ein. (Bild: Corinne Glanzmann (10. April 2018))

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Seit dem Umbau des Bahnhofs Dallenwil müssen Reisende über den Bahnübergang gehen, wenn sie vom einen Perron aufs andere gelangen wollen. In den letzten Jahren habe man immer wieder feststellen müssen, dass es zu unerlaubten Gleisüberschreitungen komme. Der Gemeinderat hat daher schon vor Jahren interveniert und immer wieder darauf hingewiesen, schreibt er in der jüngsten Ausgabe des Informationsmagazins «Dallenwiler».

Vor sieben Jahren hat die Zentralbahn noch festgestellt, dass eine Über- oder Unterführung das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht rechtfertigen würde. Inzwischen ist Bewegung in die Sache gekommen. Die Zentralbahn plant nun, die beiden Perrons mit einer Passerelle zu verbinden. Ein entsprechendes Projekt hat das Unternehmen im vergangenen Herbst der Gemeinde vorgestellt.

«Es kommt regelmässig zu illegalen Gleisüberschreitungen bei geschlossener Barriere», bestätigt auch Gunthard Orglmeister, Leiter Infrastruktur der Zentralbahn, auf Anfrage. «Da die Barriere schliesst, bevor der Zug einfährt, laufen zu spät Kommende hinüber, um den Zug nicht zu verpassen.» Das Anliegen der Zentralbahn sei es, durch eine sinnvolle Ersatzlösung den Kunden einen Weg anbieten zu können, auf dem sie sich nicht unnötig in Gefahr geben. Denn: «Es ist nicht einfach, eine Barriere unter- und übersteigungssicher zu machen.» Unfälle habe es noch keine gegeben, so Orgl­meister, «wohl aber Notbremsungen und entsprechende Meldungen von Lokführern». Der krasseste Fall sei vor Jahren eine Schulklasse samt Lehrer gewesen, was denn auch bei der entsprechenden Schulleitung angezeigt worden sei.

Bau frühestens in drei bis vier Jahren

Derzeit liegt eine Machbarkeitsstudie für die Passerelle vor. Diese legt noch nicht die definitive Dimension fest. Da es sich nur um eine zusätzliche Erschliessung neben der bestehenden handelt, ist sie nicht barrierefrei ausgestaltet – das heisst nur Treppen, keine Lifte oder Rampen. Im ersten Entwurf ist eine lichte Höhe von 8 Metern vorgesehen. Mit Anpassung an der Fahrleitung könnte diese auf 6 bis 6,5 Meter reduziert werden. Tendenziell soll nach Angaben der Zentralbahn eine Stahlkonstruktion erstellt werden.

«Sofern ein Konsens über die Realisierung besteht, können wir mit Detailplanung und dem Plangenehmigungsverfahren beginnen», sagt Gunthard Orglmeister. Beides benötige je rund ein Jahr. So sei eine Realisierung frühestens in drei bis vier Jahren möglich. Die Überführung soll zwischen 800'000 und 1 Million Franken kosten. Nach der Veröffentlichung im «Dallenwiler» haben die Zentralbahn verschiedene Rückmeldungen erreicht. «So müsste die Passerelle nicht – wie in der Studie angenommen – in der Mitte des Perrons errichtet werden, sondern in unmittelbarer Nähe des heutigen Strassenübergangs», so Orglmeister. Die Planung aus der Machbarkeitsstudie könne daher nur bedingt verwendet werden.

Gemeinde hat die Option für eine Verlängerung

Die Zentralbahn hat auch eine mögliche Verlängerung der Überführung über die Engelbergstrasse bis zur Firma Paint Styling AG berechnet. «Diesen zweiten Teil müsste dann allerdings die Gemeinde finanzieren», hält Gemeindepräsident Hugo Fries im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Die Kosten würden rund 330'000 Franken betragen. Der Gemeinderat will die Verlängerung an der kommenden Frühlingsgemeindeversammlung zur Abstimmung vorlegen, wie er im «Dallenwiler» schreibt. «Wir wollen den Stimmbürgern die Entscheidung überlassen, ob die Verlängerung über die Strasse wünschbar ist oder der heutige Fussgängerstreifen genügt», sagt Fries. Der Streifen bliebe in jedem Fall erhalten, ergänzt er.

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