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NIDWALDEN: Barbara und Heini Gut erhalten Kulturpreis 2016

Barbara und Heini Gut haben den Kulturpreis 2016 erhalten. Das Künstlerpaar sei zum Begriff geworden, lobte Laudator Klaus von Matt.
Romano Cuonz
Regierungsrätin Yvonne von Deschwanden (Mitte) gratuliert den Preisträgern Heini und Barbara Gut. (Bild Romano Cuonz)

Regierungsrätin Yvonne von Deschwanden (Mitte) gratuliert den Preisträgern Heini und Barbara Gut. (Bild Romano Cuonz)

Romano Cuonz

«Barbara und Heini Gut, ihre beiden Werke haben sich auf der einen Seite unterschiedlich entwickelt, auf der anderen Seite aber sind sie so zusammengewachsen, dass sie doch immer irgendwie zusammengehören», sagte die Gesundheits- und Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden, als sie am Samstag dem Stanser Künstlerpaar den 2. Kulturpreis überreichte. Damit brachte sie auf den Punkt, warum Nidwalden mit dem mit 15 000 Franken dotierten Preis die Werke zweier Kunstschaffender als Gesamtwerk würdigt. Der Preis sei auch als Dank dafür gedacht, dass das Duo an der Gestaltung eines einzigartigen und selbstständigen Nidwaldner Kulturraums so aktiv mitwirke. Unerschrocken eben. Und unermüdlich!

Distanz zu fragwürdiger Zeit

Die Nidwaldner Kulturkommission vergebe diesen Preis an Personen, die sich um das kulturelle Leben im Kanton verdient gemacht hätten, sagte Präsident Thomas Hochreutener an der von Bobby Burri und Marie-Cécile Reber musikalisch umrahmten Feier in Stans. Dass sie ihre Wahl richtig getroffen hatte, zeigte der herzliche, anhaltende Applaus des Publikums. Das Verdienst der Künstler um Nidwalden sehr eindrücklich zu illustrieren vermochte Klaus von Matt in seiner Laudatio. Barbara und Heini seien als Künstlerpaar zum Begriff geworden, sagte er. «Der eine, Heini, spielt mit der Sprache und hinterfragt sie zugleich – die andere, Barbara, erschafft sich eine Traumwelt.» Weil von Matt das Künstlerpaar sehr gut kennt, ergänzte er im gleichen Atemzug: «Nicht als Flucht aus der Gegenwart, das wäre zu kurz gedacht, sondern aus tief empfundener Sorge! Beide suchen Distanz zu einer fragwürdig gewordenen Zeit und zeigen uns, dass man die Welt auch anders sehen und erleben kann.»

Barbara Guts Schaffen sei romantisch geprägt, sagte Klaus von Matt weiter. In dem Sinne, dass es eine Gegenwelt zur heutigen von Technik und Ökonomie so brutal beherrschten Zeit schaffe. Als schöne Beispiele nannte der Laudator etwa den Begegnungsraum des Stanser Spritzenhauses, ihre Weihnachtskrippe oder die bezaubernde Flussfahrt vor einigen Monaten. «Heini Gut ist neben dem Duo ‹Ohne Rolf› der einzige Nidwaldner Künstler, der sich mit der Sprache befasst», hob von Matt hervor. Namentlich auch mit Sprachspielen und Gedichten. Oder mit dem Anagramm, dieser uralten Kunst, aus den Buchstaben eines Wortes weitere Wörter zu bilden, die den Sinn des ersten parodieren oder untergraben. Zahllose Beispiele fänden sich in seinen Publikationen, aber auch am Schulhaus Turmatt in Stans oder im Skulpturenpark auf der Allmend in Ennetbürgen. «Eine schweizweit einzigartige Sache, auf die wir stolz sein dürfen», meinte von Matt. Sichtlich gerührt dankte das Künstlerpaar für die Ehrung, die es selber nicht erwartet hätte.

Buchvernissage zur Flussfahrt

«Mit der ‹Flussfahrt – im Spiegel der Nacht› auf der Sarneraa hat sich Barbara Gut vergangenen Herbst einen lang ersehnten Wunsch erfüllt», sagte Edwin Huwyler von der Sarner Galerie Hofmatt, als er dem Publikum den reich bebilderten Katalog dazu vorstellte. Gerade dieses Werk belege eindrücklich, wie harmonisch die Zusammenarbeit der Preisträger sei. Gestaltung und Konzept des gelungenen Buches stammen nämlich von ihrem Ehemann Heini. Dem Katalog beigefügt ist auch ein von einem ganzen Team realisierter Film (Schnitt: Thaïs Odermatt). Dieser bildete denn auch den poetisch berührenden Abschluss der Preisfeier in Stans.

Hinweis

«Im Spiegel der Nacht». Katalog einer poetischen Flussfahrt. Herausgeberin: Galerie Hofmatt, Sarnen. ISBN 978-3-033-05583-4.

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