NIDWALDEN: Behinderte: Entscheid soll korrigiert werden

Morgen kommt das Baugesetz zum zweiten Mal in den Landrat. Dabei soll beim hindernisfreien Bauen auf die Linie der Regierung zurückgeschwenkt werden.

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Behindertengerechtes Bauen ist erneut ein Thema im Landrat. (Bild Stefan Kaiser)

Behindertengerechtes Bauen ist erneut ein Thema im Landrat. (Bild Stefan Kaiser)

Mit 28 zu 21 Stimmen hatte der Landrat an seiner Sitzung vom 2. April eine neue Bestimmung zum hindernisfreien Bauen ins kantonale Planungs- und Baugesetz geschrieben. Sie besagt, dass bei Wohnhäusern mit mindestens vier Wohnungen die Möglichkeit geschaffen werden muss, bei Bedarf sämtliche Wohneinheiten für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen.

Die Kommission für Bau, Planung, Landwirtschaft und Umwelt (BUL) hat diese Anpassung noch einmal diskutiert. Mit dieser Regelung schaffe man einen «Sonderfall Nidwalden», schreibt die BUL in ihrem Bericht ans Parlament. Mit 6 zu 4 Stimmen beantragt die Kommission dem Landrat, den betreffenden Artikel wieder so zu formulieren, wie es der Regierungsrat in Anlehnung ans Bundesrecht ursprünglich vorgesehen hatte. Dieses verlangt für Wohnhäuser mit mehr als acht Wohungen, dass alle Wohneinheiten für Menschen mit Behinderung zugänglich sein müssen.