NIDWALDEN: Behinderte könnten leichter Arbeit finden

Maturandin Elena Herber untersuchte das Angebot an Arbeitsplätzen für körperlich behinderte Menschen. Sie kommt zum Schluss, dass mehr möglich wäre.

Urs-Ueli Schorno
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Elena Herber hat die Situation auf dem Nidwaldner Arbeitsmarkt für körperlich Behinderte untersucht. (Bild Urs-Ueli Schorno)

Elena Herber hat die Situation auf dem Nidwaldner Arbeitsmarkt für körperlich Behinderte untersucht. (Bild Urs-Ueli Schorno)

Auf das Thema ihrer Maturaarbeit an der Kantonsschule Nidwalden war Elena Herber durch ihren Grossvater gekommen. Dieser besass eine Firma und war dadurch damit konfrontiert, wie Menschen mit einer Behinderung in den Arbeitsprozess integriert werden können. Die junge Buochserin hat für ihre Maturaarbeit einerseits Interviews mit Fachpersonen und Betroffenen durchgeführt, aber auch eine elektronische Umfrage bei verschiedenen Arbeitgebern aus dem Kanton Nidwalden gemacht.

Mehr Information gewünscht

Schnell stellte Elena Herber fest, dass es nicht nur praktische Probleme sind, die Arbeitgeber daran hindern, behindertengerechte Arbeitsplätze oder Praktika anzubieten. «Es gibt viele Berührungsängste in diesem Bereich, oft mangelt es auch an der Information.» So äusserten sich 40 Prozent der Arbeitgeber dahingehend, dass sie sich mehr Informationen über diese Thematik wünschen. «Auf der gesellschaftlichen Ebene herrscht oft Zurückhaltung, aber auch eine gewisse Überforderung, was den Umgang mit körperlich behinderten Menschen am Arbeitsplatz betrifft.» Elena Herber glaubt, dass Nidwalden gute Voraussetzungen bieten würde, um eine bessere Integration von Menschen mit körperlichen Behinderungen in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Sie macht in ihrer Maturaarbeit auch Verbesserungsvorschläge.