NIDWALDEN: Bei Lärmschutzgalerie wird nachgebessert

Seit Tagen standen in der A2-Galerie bei Stansstad Betonelemente, und die Fahrspuren waren verengt. Gearbeitet wurde aber bisher nur wenig. Warum?

Philipp Unterschütz
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Die Lärmschutzgalerie A2 in Stansstad.

Die Lärmschutzgalerie A2 in Stansstad.

Seit gut zwei Wochen deuteten Massnahmen im Bereich der A2-Lärmschutzgalerie bei Stansstad auf Bauarbeiten hin, die aber erst kürzlich begannen. Grund ist eine Verfügung des Bundesamtes für Strassen (Astra) vom 5. Mai. Darin wird eine Höchstbreite der linken Fahrstreifen in beiden Richtungen auf zwei Meter und über 400 Laufmeter eine Temporeduktion von 100 auf 80 Stundenkilometer verordnet. Die normale Spurbreite beträgt 2,5 bis 3 Meter. Kurz nach der Verfügung setzte die zuständige Zentras diese Massnahmen um. Bauarbeiter sah man aber in den darauffolgenden zwei Wochen noch keine. Auf Anfrage heisst es, die Zentras habe die Baustelle zeitgleich mit der Reinigung des nahen Kirchenwaldtunnels von Mitte Mai vorgenommen, weil damit eine weitere Streckensperrung verhindert werden konnte.

Die Gerüstarbeiten starteten nun diese Woche, die Hauptarbeiten werden ab nächster Woche bis am 30. Juni ausgeführt. «Es handelt sich um Garantiearbeiten an den Verbundstützen. Es gibt Korrosionsschutzerneuerungen an den Fuss- und Kopfplatten und partielle an den Manteloberflächen», sagt Esther Widmer, Beauftragte Information und Kommunikation beim Astra. Die Arbeiten finden in der Galerie statt und sind deshalb nicht wetterabhängig, da eine Einhausung erstellt wird. Nötige Gerüstarbeiten werden nachts zwischen 20 und 5 Uhr ausgeführt. Während der Arbeiten ist die Lärmschutzgalerie in beiden Fahrtrichtungen auf den verengten Fahrstreifen befahrbar.

«Der Mangel beim Korrosionsschutz wurde im Rahmen einer Tunnelreinigung festgestellt», sagt Esther Widmer. Es handle sich auch nicht um einen aussergewöhnlichen Fall. Im Strassenbau komme es immer wieder mal vor, dass irgendwo ­etwas nachgebessert werden müsse. Der Zeitpunkt im Juni sei ideal, weil er noch vor der Hauptreisezeit liege, die im Juli/August losgehe. Nach Abschluss der Herbst-Ferienzeit Ende Oktober wäre es ungünstig, weil dann das Wetter zum Risiko werde. «Das Auftragen des Korrosionsschutzes muss während der wärmeren Jahreszeit ausgeführt werden», erklärt Esther Widmer.

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ nidwaldnerzeitung.ch