Nidwalden
1,4 Millionen Franken für Schutzwaldprojekte in Dallenwil und Oberdorf

Rund 60 Prozent der Wälder im Kanton Nidwalden haben die Funktion eines Schutzwaldes. Deren Pflege ist eine Daueraufgabe. Der Regierungsrat hat zwei langfristig ausgerichtete Projekte genehmigt und den Waldbesitzern Kostenbeiträge zugesichert.

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Schutzwälder erfüllen wichtige Schutzwirkungen gegen Lawinenanrisse und Steinschlag. Dafür müssen sie richtig gepflegt werden.

Schutzwälder erfüllen wichtige Schutzwirkungen gegen Lawinenanrisse und Steinschlag. Dafür müssen sie richtig gepflegt werden.

Bild: PD

Der Kanton Nidwalden unterstützt die Pflege der Schutzwälder in Dallenwil und Oberdorf finanziell. Der Regierungsrat hat die entsprechenden Schutzwaldprojekte für 2021–2030 genehmigt, wie es in einer Mitteilung heisst. An den Kosten von rund 1,9 Millionen Franken für die erste Etappe bis 2024 beteiligen sich Bund und Kanton mit maximal 1,4 Millionen. Zusammen mit dem erwarteten Holzerlös könnten so die Kosten gedeckt werden, heisst es.

Neben den bewährten Massnahmen wie der Waldverjüngung, der Stabilitätsdurchforstung und der Jungwaldpflege gehe es auch darum, den Wald für die Zukunft «klimafit» zu machen. Mit einer möglichst breiten Baumartenpalette werde das Risiko reduziert, dass der Wald seine Schutzwirkung nicht mehr erfüllen könne, wenn einzelne Baumarten durch Trockenheit oder Schädlinge ausfallen. Baumarten, die Trockenheit gut ertragen, würden bei der Jungwaldpflege gefördert, und wo sie im Jungwald an geeigneten Standorten fehlen, durch Pflanzungen eingebracht. Dies sind zum Beispiel Eiche, Spitzahorn oder Linde.

Wälder erfüllen verschiedene Schutzfunktionen

Im Kanton Nidwalden erfüllten rund 60 Prozent aller Wälder eine Schutzfunktion gegen Naturereignisse. Die Schutzwälder verhindern Lawinenanrisse und können Steinschlag aufhalten. Ausserdem regulieren die Wälder den Wasserhaushalt im Boden, dämpfen Abflussspitzen, stabilisieren die Hänge oberhalb von Wildbächen und reduzieren damit den Geschiebeeintrag in die Gewässer. Um all diese Wirkungen erreichen zu können, müsse der Wald in einem stabilen Zustand sein. «Bei rechtzeitiger und zielgerichteter Pflege kann die Schutzwirkung 10- bis 20-mal kostengünstiger erreicht werden als mit technischen Verbauungen», wird Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen in der Mitteilung zitiert.

Die Wälder in den Projektgebieten in Dallenwil und Oberdorf gehören insgesamt 125 Waldeigentümern. Die Projektträgerschaft habe die beiden Ürtekorporationen Dallenwil und Büren nid dem Bach übernommen. Sie werde die geplanten Arbeiten durch die eigene Forstgruppe von Dallenwil und durch Forstunternehmer ausführen.

Gemäss Bundesgesetz über den Wald sind die Kantone verpflichtet, die Anrissgebiete von Lawinen und die Rutsch-, Erosions- und Steinschlaggebiete zu sichern, wo es der Schutz von Menschen und erheblichen Sachwerten erfordert. Bund und Kanton beteiligen sich finanziell an der Schutzwaldpflege, weil diese von grossem öffentlichem Interesse sei. (cn)

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