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NIDWALDEN: Brandmelder des Bürgenstock-Resorts halten Feuerwehr auf Trab

Richtig gebrannt hat es in den neuen Hotels zum Glück noch nie. Trotzdem ging in diesem Jahr schon sieben Mal der Brandalarm los. Das Feuerwehrinspektorat hat dafür Verständnis, aber eine klare Erwartungshaltung an den Betrieb.
Matthias Piazza
Das neue Bürgenstock-Resort im Abendlicht. (Bild: Reportair, 22. August 2017)

Das neue Bürgenstock-Resort im Abendlicht. (Bild: Reportair, 22. August 2017)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Sieben Mal rückte die Feuerwehr seit Anfang Jahr aus, weil eine der rund 5000 installierten Brandmelder in einem der rund 30 Gebäuden des neuen Bürgenstock-Resorts losging. Nur beim Einsatz vom 10. März wurde das Eingreifen der Stansstader Ortsfeuerwehr auch tatsächlich nötig. Ein vermeintlicher Kaminbrand löste einen Alarm aus. Schlussendlich zeigte sich, dass Rauch aus einem Kamin in einzelnen Räumen wahrgenommen wurde, welche von der Feuerwehr entlüftet werden mussten. Zusammen mit dem Kaminfeger konnte das Problem gelöst werden. Die Feuerwehr konnte kurze Zeit später wieder abrücken, es entstand kein Sachschaden.

In den übrigen sechs Fällen rückte die Feuerwehr «vergebens» aus, wegen unechter Alarme. «Diese Falschalarme sind kein Problem, sondern Ausdruck davon, dass die Sicherheit der Hotelgäste und der Mitarbeiter höchste Priorität geniesst», hält Jonas Reif, Kommunikationsverantwortlicher der Bürgenstock Hotels AG, fest. «Die Brandmelder sind bewusst sehr scharf eingestellt. Bereits bei feinster Rauchentwicklung, etwa beim Anzünden einer Zigarette, wird ein Alarm ausgelöst.»

Bei Grossprojekten mit komplexen Brandmeldesystemen sei es in den ersten eineinhalb bis zwei Jahren normal, dass es überdurchschnittlich häufig zu unechten Alarmen komme, bis alle Systeme optimal eingestellt seien.

Es bleiben drei Minuten Zeit, zu reagieren

Ein Feuerwehr-Einsatz wegen eines unechten Alarmes kostet die Bürgenstock Hotels AG rund 1500 Franken. Ein Alarm geht aber auch nicht sofort raus. Eine von Mitarbeitern gestellte interne Interventionsgruppe, die rund um die Uhr über das ganze Resort verteilt im Pikettdienst steht, wird bei einem Brandalarm zuerst aufgeboten. Sie wird geführt von Sicherheitsexperten, die bei Blaulichtorganisationen gearbeitet haben, sich in Krisenstäben oder der Feuerwehr engagieren und über Führungs- und Krisenmanagementerfahrung verfügen. Grundsätzlich bleiben dem Betrieb drei Minuten Zeit, um auf den internen Brandalarm zu reagieren und anschliessend fünf weitere Minuten, um den Brand festzustellen oder um Entwarnung zu geben.

Nerven sich die Feuerwehrleute, wenn sie von Stansstad oder Obbürgen ausrücken müssen, weil der Brandalarm wiederholt ohne Not losgeht? Die Frage verneint Urs Röthlisberger, der stellvertretende Feuerwehrinspektor der Kantone Nidwalden und Obwalden, vehement. «Bei einem automatischen Brandalarm muss die Feuerwehr grundsätzlich immer von einem möglichen Brand ausgehen, darum eilt es, auch wenn geschweisst wurde oder der Koch vergessen hat, die Lüftung einzuschalten», macht Röthlisberger Beispiele.

Den Resort-Mitarbeitern wolle er keinen Vorwurf machen. «Es ist verständlich, dass kurz nach der Eröffnung des Resorts der Umgang mit den Brandmeldeanlagen noch nicht so sitzt. Solche betriebsinternen Prozesse müssen jedoch weiter geschult werden», fordert Röthlisberger.

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