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NIDWALDEN: Bringt Bypass den Kollaps?

Die Sorgen nehmen zu, dass die Verkehrssituation am Lopper vom Bundesamt für Strassen verharmlost wird. Landräte fordern deshalb mehr Druck für eine dritte Spur.
Philipp Unterschütz
Das Parlament befürchtet zunehmende Verkehrsprobleme in Nidwalden. (Bild: Markus von Rotz (Stansstad, 7. Mai 2015))

Das Parlament befürchtet zunehmende Verkehrsprobleme in Nidwalden. (Bild: Markus von Rotz (Stansstad, 7. Mai 2015))

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch

«Ich lege der Regierung sehr ans Herz, die dritte Spur zwischen Lopper und Horw auf Biegen und Brechen vom Bund zu fordern», betonte Ruedi Waser (FDP, Hergiswil) gestern im Landrat bei der Behandlung seiner Interpellation im Zusammenhang mit dem geplanten Bypass in Luzern. Die Regierung hatte in ihrer Antwort geschrieben, der Bypass, der 2035 in Betrieb gehen soll, habe negativen Einfluss auf den Verkehrsfluss im Bereich Lopper in beide Richtungen, weil es in Luzern zu einem massiven Ausbau der Verkehrskapazität komme, während es zwischen Hergiswil und Horw bei zwei Fahrspuren bleibe. Wegen dieses Nadelöhrs sei mit Staus zu rechnen, was zudem zu Ausweichverkehr durch Hergiswil führen werde. Aus den Wortmeldungen im Landrat war deutlich zu spüren, welch grosses Unbehagen hinsichtlich der künftigen Verkehrssituation am Lopper herrscht. Offensichtlich habe die Planung an der Kantonsgrenze vor Hergiswil aufgehört, war mehrfach zu hören.

Nidwalden soll den nötigen Druck aufbauen

Die Situation werde vom Bundesamt für Strassen (Astra) ganz offensichtlich verharmlost, kam Ruedi Waser zum Schluss. Auch die Regierung schrieb in ihrer Antwort, aufgrund der «Zurückhaltung des Astra, flankierende Massnahmen vertieft zu untersuchen», habe sie selber ein Gutachten erstellen lassen. «Es ist unbedingt der nötige Druck beim Astra aufzubauen, dass mit dem Bypass auch die dritte Spur in Nidwalden zu realisieren ist», verlangte Waser, der im Übrigen die Beantwortung seiner Interpellation durch die Regierung als gut und speditiv lobte. Zudem sei auch die Problematik mit dem Ausweichverkehr durch Hergiswil irgendwie zu lösen, beispielsweise mit Sperrungen der Ausfahrten Hergiswil bei Stau auf der Autobahn. Martin Blättler (CVP, Hergiswil) bemängelte, es fehle eine Strategie, und meinte, jetzt müsse sich zeigen, wie gut man in Bern vernetzt sei und wer da lobbyieren könne. «Da laufen wir auf, wenn der Bund nicht hilft.»

Letzte Gelegenheit, sich für die dritte Spur einzusetzen

Conrad Wagner (Grüne, Stans) forderte, dass die Zentralschweizer Kantone gemeinsam in Bern die örtlichen Realitäten präsentieren müssten, und erinnerte an das enorme kommende Wachstum in der Agglomeration Luzern, zusätzlich zur allgemein zunehmenden Mobilität. «Wenn das Wachstum nicht sorgfältig eingeplant wird, gibt es in Horw/Hergiswil einen Stauraum à la Gubrist.» Der Bypass müsse Hergiswil einbeziehen, sonst schaffe es das Astra, dass Hergiswil 2035 im Verkehr untergehe. «Jetzt ist die letzte Gelegenheit, sich für die dritte Spur einzusetzen.»

Baudirektor Josef Niederberger versprach, dass man versuche, mit den Anliegen ins Projekt 2035 zu kommen. Man sei in intensivem Kontakt mit den Zentralschweizer Baudirektoren.

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