NIDWALDEN: Buochs ehrt seine erfolgreichen Wildwasser-Kanuten

Gleich mit acht Medaillen kehrten die Athleten von der Junioren-WM aus den USA zurück. Für diese Leistung wurden sie gefeiert.

Andrea Waser
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Conrad Wagner (ganz rechts) bei der Ehrung von Samuel Müller, Benjamin Müller, Hannah Müller und Flavia Zimmermann (von links). (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)

Conrad Wagner (ganz rechts) bei der Ehrung von Samuel Müller, Benjamin Müller, Hannah Müller und Flavia Zimmermann (von links). (Bild: Andrea Waser / Neue NZ)

Was versteht man beim Kanufahren unter Eskimotieren? Mit dieser Frage beschäftigte sich auch Landratspräsident Conrad Wagner, als er sich als Kantonsvertreter auf die Ehrung der vier Medaillengewinner und -gewinnerinnen vorbereitete. Der Tourismusverein Buochs-Ennetbürgen hatte sich spontan bereit erklärt, die Ehrung der erfolgreichen Nachwuchstalente anlässlich des alljährlichen Risotto-Essens im Strandbad Buochs-Ennetbürgen durchzuführen.

Beflügelt vom Teamgeist

Unter dem Coaching der beiden Trainer Annalena Kuttenberger und Christopher Fergg gelang es den Geschwistern Samuel (1997), Benjamin (1999) und Hannah Müller (2000) sowie Flavia Zimmermann (1999) an der Junioren-WM im amerikanischen Bryson–City Topergebnisse in den Teamwettkämpfen zu erzielen. Völlig entfesselt bewältigten sie die anspruchsvolle Wildwasserstrecke auf dem Nathala River in North Carolina. Unter dem Einsatz all ihrer Kräfte und beflügelt vom Teamgeist holten sie gleich bei vier der U-23-Teamwettkämpfen Edelmetall für die Schweiz und somit auch Ehre nach Nidwalden.

Jugendsport nützt der Gesellschaft

Im Namen des Gemeinderates überbrachte Joël Odermatt herzliche Glückwünsche für die grossartige Leistung und dankte gleichzeitig allen Funktionären, dem Vorstand und den Sportlerinnen und Sportlern das Kanu-Clubs Nidwalden für ihr vorbildliches und aktives Vereinsgeschehen.

Gratulant Conrad Wagner verband in seiner Laudatio den «Spirit of Sport» mit dem Element Wasser und dadurch auch mit dem Sport der Kanufahrer: «Wildwasser ist das Element für euren Sport, und genauso wild lebt ihr für euren Sport!» Philipp Hartmann vom Amt für Jugend und Sport zeigte sich erfreut über die grossartige Leistung der Buochser Kanuten. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, dem Kanu-Club Nidwalden für sein grosses Engagement und die Förderung der jungen Athleten zu danken. Er betonte, dass junge Nachwuchsathleten auf ihrem Weg zum Leistungssportler viel fürs Leben lernen. Sie brauchen Ausdauer, Planung und Strukturen, müssen verzichten und auf Abruf Leistung erbringen. Nach Niederlagen heisst es, wieder aufzustehen und weiterzukämpfen. «Auch für unsere Gesellschaft sind solche Fähigkeiten wichtig. Ich bin überzeugt, dass es gut und wichtig ist, in den Jugendsport zu investieren», so Hartmann.

Die geehrten Kanuten freuten sich sichtlich über die vielen Glückwünsche und nahmen mit strahlenden Gesichtern die überreichten Präsente entgegen.

Apropos Eskimotieren: Die Eskimorolle ermöglicht es, ein gekentertes Kanu oder einen Canadier schnell, und ohne auszusteigen, wieder aufzurichten.

Andrea Waser