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NIDWALDEN: Buochs erhält den «Hirschen» zurück

Ein halbes Jahr nach dem Brand öffnet das Restaurant am kommenden Freitag wieder seine Türen. Gastlokal, Säle und Küche sind innert weniger Wochen renoviert worden.
Martin Uebelhart
Walter Brun und Wirtin Romy Barmettler in der Gaststube des «Hirschen». (Bild: Martin Uebelhart (Buochs, 22. September 2017))

Walter Brun und Wirtin Romy Barmettler in der Gaststube des «Hirschen». (Bild: Martin Uebelhart (Buochs, 22. September 2017))

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Noch sind die Handwerker fleissig an der Arbeit im «Hirschen» an der Dorfstrasse in Buochs. Es wird gesägt, gehämmert und geschraubt. Elektrische Kabel müssen noch sauber verlegt werden. «Und dann müssen wir noch putzen und das ganze Inventar wieder einräumen», sagt Wirtin Romy Barmettler. Die Freude über die bevorstehende Wiedereröffnung des Restaurants, in dem sie seit 21 Jahren wirtet, ist ihr anzumerken. «Der ‹Hirschen› ist ein wenig mein Lebenswerk», erzählt sie. «Ich war immer mit viel Herzblut dabei.»

Freude hat auch Walter Brun vom Restaurant Allmendhuisli in Stans. Zusammen haben die beiden eine GmbH gegründet und das Gebäude dem früheren Besitzer Felix Blättler abgekauft. Es sei eine spontane Idee gewesen, «wie ein Blitzschlag», beschreibt es Walter Brun. Als klar war, dass sie das Haus übernehmen, hätten sie innerhalb von zehn Minuten abgemacht, wer welchen Handwerker aufbietet.

Löschwasserschäden im Restaurant

Nach dem Brand vom 15. März war die Zukunft des Lokals zunächst ungewiss. Das Feuer hatte einen Teil des in seinen Grundzügen 1802 erbauten Hauses verwüstet, die Wohnungen in den oberen Stockwerken waren unbewohnbar, das Dach wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Gaststube und die Säle waren zwar vom Feuer nicht direkt betroffen, doch hatte das Löschwasser beträchtliche Schäden angerichtet. «Es war alles feucht», beschreibt Walter Brun die Situation. So habe man das ganze Mobiliar herausgeräumt und den Boden komplett neu verlegt. Auch in den Sälen im ersten Stock sind die Böden neu gemacht worden. Diese seien auch ohne Wasserschaden nicht mehr im besten Zustand gewesen. In der Küche hätten die meisten Geräte gerettet werden können, sagt Romy Barmettler. «Es gibt einen neuen Herd und eine neue Kühlzelle.» Boden und Wände hätten jedoch neu gemacht werden müssen.

Renovation in zwei Etappen

Die Gaststube im Erdgeschoss sieht so aus, wie man sie in Erinnerung hat. Tische und Stühle sind die gleichen wie zuvor, die Vitrinen von Schützen und Feuerwehr werden wieder mit Medaillen und Erinnerungsstücken gefüllt. Die Holzvertäfelung an Wänden und Decke wirkt vielleicht jetzt etwas heller. «Wir haben sie abgelaugt und neu lackiert», so Romy Barmettler.

«Unser Ziel war, dass Romy so bald wie möglich wieder öffnen kann», hält Walter Brun fest. Darum habe man sich in einer ersten Renovationsetappe auf das Restaurant und die dazugehörige Infrastruktur konzentriert. In einer zweiten Etappe kämen dann die Wohnungen an die Reihe. Dort sehe es teilweise noch katastrophal aus, sagt Brun. Bereits am kommenden Montag wird das Dach in Angriff genommen. Bis Ende Jahr soll alles fertig sein, eine gute Million Franken werde in die Renovation gesteckt.

In Buochs hat sich die Wiedereröffnung herumgesprochen. «Die Leute sind richtig froh, dass wir wieder aufmachen», sagt Romy Barmettler. Die Dorfbeiz habe vielen gefehlt. «Wo können Arbeiter in den Überhosen sonst noch hineingehen, und wo dürfen sie rauchen?», stellt Romy Barmettler als Frage in den Raum. «Hier kann man an einen Stammtisch sitzen, wo man immer jemanden trifft», hält sie fest. «Nach dem Brand habe ich immer gesagt: Ihr könnt alles verändern, nur die Beiz nicht.»

Walter Brun pflichtet ihr bei: «In vielen Ortschaften gehen solche Restaurants ein.» Und er betont, dass der «Hirschen» nicht wegen der Rendite erhalten bleibe. «Wir haben das den Leuten zuliebe gemacht.»

Hinweis

Restaurant Hirschen Buochs, Wiedereröffnung am 29. September. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 8 bis 0.30 Uhr, Sonntag 9 bis 23 Uhr.

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