NIDWALDEN: Camping Buochs soll wachsen

Der Buochser Campingplatz soll ausgebaut werden und eine bessere Infrastruktur erhalten. Vom 3- würde er dann zum 4-Sterne-Platz. 2009 möchte der TCS mit dem Ausbau beginnen.

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Sepp Barmettler, Leiter des Tourismusbüros, auf dem bis Ende März noch geschlossenen Campingplatz in Buochs. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Sepp Barmettler, Leiter des Tourismusbüros, auf dem bis Ende März noch geschlossenen Campingplatz in Buochs. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

«Camping ist mehr als Zelten», sagte André Ginzery, Leiter Camping TCS Schweiz, am Montagabend an der Präsidentenkonferenz in Buochs, als er über die Ausbaupläne informierte. Seit 1959 - so lange besteht der Campingplatz Buochs - habe sich viel verändert. Reine Zeltübernachtungen würden noch etwa 20 Prozent ausmachen. Vielmehr reisten die Gäste mit Wohnwagen und Motorhomes an. Daneben gehörten feste Bauten und Bungalows zum Erscheinungsbild.

Der Touring Club als marktführender Betreiber von 34 Plätzen in der Schweiz und mit jährlich 1,1 Millionen Übernachtungen sei bestrebt, seine Plätze mit moderner Infrastruktur zu unterhalten. Leider habe der Campingplatz Buochs eine ungenügende Stromversorgung und nicht mehr zeitgemässe sanitäre Einrichtungen. Darüber hinaus seien die einzelnen Plätzen zu klein, die Infrastruktur müsse angepasst und der Spassfaktor ausgebaut werden. «Der Gast möchte beim Camping den gleichen Komfort wie zu Hause», sagte André Ginzery.

Start für 2009 geplant
Vom Ziel, Buochs zu einem 4-Sterne-Platz auszubauen, sprach Martin Lindgren, zuständiger Architekt des TCS. «Zur Vergrösserung der bestehenden 220 Parzellen wäre eine gleich grosse Fläche nötig», gab er zu bedenken. Die Neugestaltung würde kleine Wohnbauelemente, einen sicherheitskonformen Spielplatz, Baby-Ecke, Restaurant, Laden, Infrastruktur für Kehrichtentsorgung und anderes mehr beinhalten. Erklärtes Ziel aller Beteiligten wäre es, das Campingprojekt 2009 konkret anzugehen. Eine allfällige Kostensumme wurde nicht genannt. Hingegen verriet Platzverwalter Markus Barmettler, dass allein die Aufrüstung der technischen Anlagen (Strom) rund 250 000 Franken kosten würde. Mehr Strom ist nötig, weil die Gäste vermehrt mit technischen Geräten wie Fernseher, Laptop usw. anreisen.

Korporation bietet Hand
Korporationspräsident Josef Bucher informierte die Versammlung, dass die TCS-Camping-Leitung seit einiger Zeit den Kontakt gesucht habe, um den Standort Buochs in einen 4-Sterne-Platz auszubauen. Sie braucht dafür Korporationsland. «Wir müssen Hand bieten, und wir wollen auch», versicherte Bucher. Allerdings müsse für die Platzvergrösserung eine harte Knacknuss wegen eines Durchgangsrechtes gelöst werden. Weiter orientierte Bucher, dass mit der Sanierung des Bootshafens, der Umnutzung des Barackenlagers im Aadörfli, der Einzäunung des Flugplatzgeländes und der Renaturierung einzelner Rollpisten viele Änderungen und Neuerungen im Raume stehen würden.

Rosmarie Berlinger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Nidwaldner und in der Neuen Obwaldner Zeitung