NIDWALDEN: Country ist das Steckenpferd der Marke «Klewenalp»

Der grosse Aufwand für das Country- Festival lohnt sich für die Bergbahnen – auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt.

Christoph Riebli
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Frauenpower auf der Bühne: Luciana Di Nardo (links) und Eva Wey alias Blizzard Ladies sorgten auf der Klewenalp für Stimmung. (Bild: Christoph Riebli / Neue NZ)

Frauenpower auf der Bühne: Luciana Di Nardo (links) und Eva Wey alias Blizzard Ladies sorgten auf der Klewenalp für Stimmung. (Bild: Christoph Riebli / Neue NZ)

Nicht nur auf, sondern auch neben der Bühne ging es gestern Nachmittag auf der Klewenalp rund zu und her: Die Linedancer gaben dabei den Takt an. Von Jahr zu Jahr werden es immer mehr, die sich auf die Bretter trauen, um sich darauf rhythmisch zur Countrymusik zu bewegen. So haben sich im Zusammenhang mit dem Country-Alpen-Open-Air gleich drei Linedance-Schulen in Nidwalden gebildet. Bevor auf der Hauptbühne das Frauen-Power-Duo Blizzard Ladies aufspielte, gab es denn auch einen Linedance-Workshop im Angebot. Wer nicht mochte, konnte sich vor der Naturkulisse auf 1600 Metern über Meer von der Musik berieseln lassen – und zwischendurch auch von ein paar Regentropfen.

Die Blizzard Ladies. Luciana Di Nardo (links) und Eva Wey. (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)
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Gute Stimmung und gutes Wetter auf der Klewenalp. (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)
Zwischen Sonnenschein und Regentropfen: der Samstagnachmittag zeigte sich angenehm kühl. (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)
Zwischen Sonnenschein und Regentropfen: der Samstagnachmittag zeigte sich angenehm kühl. Hier ein Countryfan mit Amerika-Fahne. (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)
Zum Gottesdienst am Sonntag wird auch getanzt. Hier die Linedancer auf ihrer kleinen Bühne. (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)
Pfarrer Leopold Kaiser aus Luzern hält den Gottesdienst vom Sonntag. (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)
Das Konzert von Tony Lewis and Tuff Love. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Tom und Daniela Marty sind dem Motto getreu gekleidete Festivalbesucher. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Zwischen Sonnenschein und Regentropfen: der Samstagnachmittag zeigte sich angenehm kühl. Hier ein Countryfan mit Amerika-Fahne. (Bild: Christoph Riebli / Neue LZ)
Schwungvoll: Konzert von Tony Lewis and Tuff Love. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Bühne erstrahlt im Scheinwerferlicht. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Das Konzert von Tony Lewis and Tuff Love. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Zuschauer geniessen das Konzert. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Das zweite Konzert im Festzelt: Rolf Ragganbass (rotes Hemd) und Country Heart Band feat. Michelle Ryser. (weisse Hose).
Rolf Ragganbass (rotes Hemd) und Country Heart Band feat. Michelle Ryser spielen am zweiten Konzert. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ
Das zweite Konzert im Festzelt: Die Festivalbesucher tanzen weiter. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die entsprechende Kleidung gehört beim Country Festival dazu. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Die Eröffnungsband Unifour im Saloon. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Festivalbesucher tanzen während des ersten Konzert zu Unifour. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Das Festivalgelände auf der Klewenalp. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Es sieht beinahe aus wie im Wilden Westen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Das Publikum lauscht dem Konzert. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Auf dem Zeltplatz sorgen die Besucher für heisse Getränke. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Zwei Cowgirls auf dem Weg zum Zeltplatz. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Blizzard Ladies. Luciana Di Nardo (links) und Eva Wey. (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)

Seltenes Wetterglück

«Wir hatten schon Schneefall», nimmt es Sepp Odermatt, Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG, vorweg. Das Wetter war dem Festival, das die Bergbahnen 1994 initiiert haben, nicht immer hold. Mehr noch: Nur selten zeigte sich die Sonne den Countryfans so wohlgesinnt wie gestern. «Wenn es auch im Flachland schön ist, dann animiert das, in die Berge zu gehen», freut sich Odermatt. So oder so: Das Country-Festival bleibt mit einem Gesamtbudget von 550 000 Franken das Steckenpferd der Klewenalp. «Gegenüber vor fünf, sechs Jahren haben wir das Budget etwas konsolidiert», sagt Odermatt, «wir möchten ein gutes Festival machen, aber nicht plötzlich mit abgesägten Hosen dastehen, wenn etwas passiert.» Dass man auf der Klewenalp kleinere Brötchen backen muss als anderswo, hat denn auch mit den Musikern selbst zu tun: «Das geht ins Grenzenlose, was die Gruppen kosten», sagt Hanspeter Rohner. Das Programm habe darunter zwar nicht gelitten, doch Namen wie Mark Chestnut oder BR-549, die schon auf der Klewenalp spielten, «könnten wir heute gar nicht mehr bezahlen».

Heute geht das 19. Country Open Air auf der Klewenalp u. a. mit einem Country-Gottesdienst mit Pfarrer Leopold Kaiser (11 Uhr) und den anschliessenden Auftritten von Music Bandits und DJ Danny M. zu Ende.

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