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NIDWALDEN: CVP-Kandidaten zum Anfassen

Auf ihrer Tour landeten die CVP-Kandidaten in Beckenried. Dort trafen sie auf viel Goodwill, auch von Nicht-Parteimitgliedern.
Kurt Liembd
Annette Amstad (77) fühlt Othmar Filliger (links) und Alois Bissig auf den Zahn. (Bild Kurt Liembd)

Annette Amstad (77) fühlt Othmar Filliger (links) und Alois Bissig auf den Zahn. (Bild Kurt Liembd)

Karin Kayser ist eine Frau, die zupacken kann. Nicht nur politisch, auch mit den Händen. Das war unübersehbar am Samstag bei der Schiffsstation Beckenried, wo die drei CVP-Regierungsratskandidaten der Bevölkerung Red und Antwort standen. Kayser baute zusammen mit Othmar Filliger und Alois Bissig ihren CVP-Stand selber auf und am Schluss wieder ab. Alle drei könnte man problemlos in einem Bautrupp einsetzen. Doch darum geht es nicht. Vielmehr war es ihr Ziel, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. Es war bereits der siebte von acht Anlässen dieser Art unter dem Motto «Unterwegs in Nidwalden». Dies ist in Beckenried ebenso gelungen wie in den sechs Gemeinden zuvor.

Bürger haben Fragen

«Wie ist das nun genau mit der Bannalp und dem Banngebiet?», wandte sich zum Beispiel der Beckenrieder Ruedi Walker an Justizdirektor Alois Bissig. Dieser antwortete geduldig und kompetent, bis die Leute zufrieden waren. «Ich traf heute gleich mehrere Bürger, die mir ernsthafte politische Fragen stellten», sagte Alois Bissig. So erging es auch Karin Kayser und Othmar Filliger, welche Fragen zu Tourismus, Energiepolitik und weiteren Themen beantworteten. Andere Bürger wiederum gaben sich mit einem Smalltalk mit den Kandidaten zufrieden, sprachen über das schöne Wetter, über die Familie und Privates. Es herrschte eine lockere Stimmung, dazu gabs Kaffee, Gebäck und als Geschenk Leuchtstifte mit aufgedruckter Stimmempfehlung. Dabei gehe es mehr als nur um Präsenz zu markieren, sagte Karin Kayser gegenüber unserer Zeitung. Sie selber macht nämlich nach jeder öffentlichen Veranstaltung dieser Art eine Art Nachbereitung, indem sie die Fragen, die ihr auf der Strasse gestellt wurden, auf ihre Internetseite stellt. Natürlich liefert sie dazu auch die passenden Antworten, die sie den Leuten gab. So kann auf ihrer Webseite verfolgt werden, welche Themen die Nidwaldner Bevölkerung interessieren.

Nicht immer gleicher Meinung

Viel Freude am Besuch der drei Kandidaten in ihrer Wohngemeinde zeigte Annette Amstad (77), die Frau des ehemaligen Bundesrichters Edi Amstad (92). «Ich selber bin ganz bewusst in keiner Partei», sagte die ehemalige Zürcherin, die seit über 50 Jahren in Beckenried wohnt. «Die Parteilosigkeit liess mir im Denken immer mehr Freiheit», sagte sie auch gegenüber den CVP-Kandidaten. «Es genügt, wenn mein Mann zeitlebens bei der CVP war.»

Auch wenn sie seit 50 Jahren mit ihm verheiratet sei, sei sie längst nicht immer gleicher Meinung mit ihm, so die rüstige Rentnerin. Sie habe schliesslich ja reformierte Wurzeln, und ihre Mutter sei sogar Dänin gewesen. «Gerade weil ich nie einer politischen Partei angehörte, konnte ich mich in Beckenried viel besser entfalten», erzählte die Mitbegründerin der Ermitage Beckenried und frühere Harfenistin. Wem sie jedoch die Stimme geben wird, verriet sie nicht. Und das ist auch recht so.

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