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NIDWALDEN: «Das eigentliche Lernen fängt erst an»

20 Jungjägerinnen und Jungjäger durften ihren Jagdfähigkeitsausweis in Empfang nehmen. Sie haben einen Lehrgang mit über hundert Pflichtstunden und eine Prüfung absolviert.
Die Jungjäger Lukas Waser und Andrea Odermatt bei der Übergabefeier der Jagdausweise. Bild: Philipp Zumbühl/PD (Stans, 2. Juni 2017)

Die Jungjäger Lukas Waser und Andrea Odermatt bei der Übergabefeier der Jagdausweise. Bild: Philipp Zumbühl/PD (Stans, 2. Juni 2017)

«Verantwortungsvolle Jäger schützen, bevor sie nutzen» steht in der Einleitung des Lehrmittels «Jagen in der Schweiz» treffend geschrieben. Dieser Grundgedanke war auch Teil des Jagdlehrgangs 2016/17, der nun mit der Übergabe der Jagdfähigkeitsausweise an 4 Jungjägerinnen und 16 Jungjäger seinen Abschluss fand. Der Frauenanteil war noch nie so hoch wie in diesem Jahr. Auch die Jungjägerinnen haben in allen Bereichen überzeugt und zum guten Abschneiden dieses Jagdlehrgangs beigetragen.

Die Ausbildung und die abschliessende Prüfung zum Jäger haben einen starken Praxisbezug, kombiniert mit einer umfangreichen Wissensvermittlung.

Exkursionen und Hegearbeiten

Der vom kantonalen Amt für Jagd und Fischerei organisierte Jagdlehrgang umfasst über hundert Pflichtstunden. Dazu gehören nebst Vorträgen und naturkundlichen Exkursionen auch viele Stunden Hegearbeiten. Zusätzlich müssen sich die Prüfungsanwärter im Selbststudium ein breites Wissen aneignen und sich intensiv mit Themen wie etwa Naturkunde, Wildtiere, Gesetzgebung, Waffenhandhabung und Jagdpraxis auseinandersetzen, um die in einen praktischen, schriftlichen und mündlichen Teil gegliederte Jagdprüfung bestehen zu können.

Werner Durrer, Präsident der Prüfungskommission, lobte in seiner Ansprache die bemerkenswerte Disziplin, den Willen und den Einsatz der diesjährigen Jungjäger und Jungjägerinnen. Gleichzeitig mahnte er: «Mit der Übergabe der Jagdpässe fängt das eigentliche Lernen erst an.» Um über Jahre zu einem guten Jäger zu werden, müsse man bereit sein, aus Erfahrungen zu lernen, bemerkte er.

Verstehen der Zusammenhänge im Wald

Mit Hilfe eines Gedichts regte er die Anwesenden zudem zum Nachdenken an, bedeutet doch das Erlegen von Wild nur eine Seite der Jagd. Ebenso wichtig ist das Verstehen der Zusammenhänge im grossen Lebensraum Wald und zugleich dessen Schutz, mit gleichzeitigem Erhalt alter Traditionen wie der Jagd, welche laufend der aktuellen Situation angepasst werden muss.

Die Übergabe der Jagdausweise durch Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser war der Höhepunkt des Abends. Den Jungjägerinnen und Jungjägern stand der Stolz und die Freude über das Erreichte sichtlich ins Gesicht geschrieben. Sie haben den Jagdlehrgang 2016/17 mit Erfolg abgeschlossen – jetzt heisst es Verantwortung übernehmen gegenüber Wild, Umwelt und Gesellschaft. Mit einem feinen Aser (Essen) fand der von den Patentjägern Nidwalden bestens organisierte Anlass in geselliger Runde einen würdigen Abschluss.

Andrea Waser

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

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