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NIDWALDEN: Das Motorschiff Rigi überwintert in Beckenried

Dieses Jahr geht nichts mehr: Die Verschrottung des MS Rigi wird definitiv verschoben, da die rechtskräftige Bewilligung noch nicht eingetroffen ist. Einen Kopf kürzer ist das Schiff aber schon.
Franziska Herger
Die Führerkabine des MS Rigi wird abmontiert. (Bild: Franziska Herger (Beckenried, 20. November 2017))

Die Führerkabine des MS Rigi wird abmontiert. (Bild: Franziska Herger (Beckenried, 20. November 2017))

Franziska Herger

franziska.herger@nidwaldnerzeitung.ch

Das Motorschiff Rigi wird den Winter überleben. «Dieses Jahr geht nichts mehr», sagt Thomas Breitenstein von der Bieri Alteisen AG, welche die «Rigi» diesen Herbst auf dem Gelände der Wabag Kies AG in Beckenried verschrotten wollte. Sie hat den Rückbau nun definitiv verschoben, da die rechtskräftige Bewilligung für die Verschrottung noch nicht eingetroffen ist. «Käme sie heute, könnte ich einen Abschluss der Arbeiten bis Weihnachten nicht garantieren», erklärt Breitenstein. «Und ein halbzerlegtes Schiff über die Feier­tage stehen zu lassen, das geht nicht.»

Anfang Juni wurde das Motorschiff Rigi aus dem Verkehr genommen, nachdem es 62 Jahre lang als Kursschiff der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) unterwegs war. Kurz nach der Ankunft der «Rigi» in Beckenried wurde das Öl abgelassen, die Batterien wurden entfernt, und eine Spezial­firma befreite das Schiff von ­Asbest. Für die eigentliche Zerlegung war jedoch eine Ausnahmebewilligung der Landwirtschafts- und Umweltdirektion nötig, da die Verschrottung gemäss einem Lärmgutachten zu laut wäre (Artikel vom 7. Juni).

Die Ausnahmebewilligung wurde Mitte Oktober vom Gemeinderat eröffnet, mit 20-tägiger Beschwerdefrist an den Kanton. «Nach meinen Informationen ist diese Frist inzwischen abgelaufen», sagt Thomas Breitenstein. Die Gemeinde Beckenried teilt auf Anfrage mit, eine entsprechende Antwort vom Kanton stehe noch aus und damit auch die Information, ob Beschwerden eingegangen seien. Die Anfrage aus Beckenried sei noch hängig, bestätigt die Staatskanzlei.

«Für uns spielt das keine Rolle»

Nun wird die «Rigi» in Beckenried überwintern. «Für uns spielt das keine Rolle, wir haben genug Aufträge», sagt Thomas Breitenstein. «Schwieriger war es, mehrmals alle für die Verschrottung nötigen Ressourcen auf den nächsten Abbruchtermin zu verschieben. Das gibt es zwar auf anderen Baustellen auch, aber die ‹Rigi› war ein krasser Fall.» Einen Alternativstandort habe die Bieri Alteisen AG nicht gesucht. «Wir haben ja gehofft, es klappe mit dem Rückbau noch in diesem Jahr», meint Breitenstein.

Führerhäuschen geht an SGV-Mitarbeiter

Trotzdem wurde das MS Rigi Anfang Woche einen Kopf kürzer gemacht. In knapp zehn Minuten hob ein Kran das Führerhäuschen vom Schiff und setzte es sachte auf dem Festland ab. Ein Mitarbeiter der SGV hatte Interesse daran angemeldet: Er will das Häuschen in seinem Garten aufstellen. «Jetzt kann er es endlich abholen», erklärt Breitenstein. Nun wird das Motorschiff noch versiegelt, um es gegen den Regen zu schützen. Breitenstein hofft auf einen warmen Winter. «Wenn die ‹Rigi› nicht vereist ist, können wir vielleicht schon im Januar mit der Verschrottung starten.»

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