NIDWALDEN: Das Spital stockt die Privatabteilung auf

Die Privatabteilung ist beliebt – so beliebt, dass das Kantonsspital weitere Zimmer umrüstete.

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Pflegefachfrau Anita von Wyl bereitet ein Bett in einem umgebauten Patientenzimmer auf dem dritten Stock vor. (Bild: PD)

Pflegefachfrau Anita von Wyl bereitet ein Bett in einem umgebauten Patientenzimmer auf dem dritten Stock vor. (Bild: PD)

Ein warmer Parkettboden, Holzwände, die die medizinischen Anschlüsse diskret verdecken, und ein grosser Wand-Fernseher: Nun hat das Kantonsspital Nidwalden in den ruhigen Sommermonaten zusätzliche 12 Zimmer auf den sogenannten Excellence-Standard umgerüstet. Damit befinden sich nun 28 der 62 Zimmer in der Privatstation und sind so halbprivat- und privatversicherten Patienten vorbehalten.

«Die im November 2010 eröffnete Privatstation im 4. Stock erfreute sich immer stärkerer Beliebtheit», begründet Spitaldirektor Urs Baumberger den Ausbauschritt in der Höhe von rund 450 000 Franken. So habe die Zahl der zusatzversicherten Patienten in den vergangenen 12 Monaten um 13 Prozent zugenommen. Vor allem im Winterhalbjahr (Oktober bis März) konnten nicht alle Zusatzversicherten in der Privatstation untergebracht werden. «Diese Jahreszeit bevorzugen die Patienten für Wahleingriffe, also Eingriffe, die nicht dringend sind, und können so den Sommer geniessen», begründet er die grosse Auslastung in dieser Zeit.

Angebot lockt auch Auswärtige an

Die Vermutung, dass immer mehr Patienten eine Zusatzversicherung abschliessen, verneint Urs Baumberger. «Auch auswärtige Patienten schätzen unsere Privatstation, und auch Nidwaldner Patienten konnten wir mit dem Angebot wieder nach Stans zurückholen», begründet der Spitaldirektor die gestiegene Nachfrage.

Und er hält fest, dass alle, auch die Grundversicherten, von dem gut benutzten Angebot der Privatstation profitieren. «Je mehr Zusatzversicherte sich in unserem Spital behandeln lassen, desto mehr können wir in eine moderne medizinische Infrastruktur und in gutes Personal investieren. Davon profitieren auch die Grundversicherten.»

Matthias Piazza