NIDWALDEN: Denkmalschutz soll besser akzeptiert werden

Der Landrat hat im Denkmalschutz die Zuständigkeiten und Verfahren neu festgelegt, damit die Entscheide besser akzeptiert werden. Er bestätigte seinen Entscheid, dass der Denkmalpfleger keine Anträge zur Unterschutzstellung stellen darf.

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Eines von vielen Denkmäler, die im Kanton Nidwalden denkmalgeschützt sind: Winkelriedmal in Stans. (Archivbild Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Eines von vielen Denkmäler, die im Kanton Nidwalden denkmalgeschützt sind: Winkelriedmal in Stans. (Archivbild Corinne Glanzmann / Neue NZ)

In der zweiten Lesung vom Mittwoch musste sich das Parlament nach Angaben des Bildungsdirektors Res Schmid noch um Belange kümmern, die die Effizienz und die Flexibilität des Denkmalschutzes betrafen. In der Schlussabstimmung passierte die Gesetzesrevision mit 52 zu 3 Stimmen.

Kulturdenkmäler werden in Nidwalden vom Regierungsrat unter Schutz gestellt. In der ersten Lesung hatte der Landrat entschieden, dass nur die Eigentümer, die Gemeinden, die beschwerdeberechtigten Organisationen und die Denkmalpflegekommission einen Antrag für eine Unterschutzstellung stellen können.

Der Regierungsrat beantragte, dass auch der kantonale Denkmalpfleger einen solchen Antrag solle stellen dürfen. Er sei der einzige Fachmann des Kantons, begründete er den Antrag.

Der Denkmalpfleger gehört der Denkmalpflegekommission an. Die Gegner sagten, es wäre falsch, wenn der Denkmalpfleger die Kommission umgehen könne. Sie befürchteten ein Hickhack und einen zusätzlichen administrativen Aufwand. Wenn der Denkmalpfleger gute Argumente habe, könne er die Kommission überzeugen. Auch sei es richtig, wenn der Denkmalpfleger "gestutzte Flügel" habe.

Ihnen wurde entgegengehalten, dass der Denkmalpfleger eine gewisse Position und Kompetenzen haben müsse. Sonst wäre es ehrlicher, ganz auf die Denkmalpflege zu verzichten.

Der Landrat entschied sich aber mit 42 zu 7 Stimmen dafür, dem Denkmalpfleger das Antragsrecht nicht zuzugestehen. (sda)