NIDWALDEN: Der Pendenzenberg hat abgenommen

Die Geschäftslast beim Verwaltungs- und beim Obergericht hat sich etwas verringert. Ob der Trend anhält, lässt sich noch nicht sagen.

Drucken
Teilen
«Viele Verfahren werden immer aufwendiger und anspruchsvoller», so Albert Müller, Präsident Obergericht. (Bild: PD)

«Viele Verfahren werden immer aufwendiger und anspruchsvoller», so Albert Müller, Präsident Obergericht. (Bild: PD)

Im vergangenen Jahr konnten beim Obergericht mehr Fälle erledigt werden als neu eingingen. Seit Inkrafttreten der Justizreform auf das Jahr 2011 waren die Fallzahlen stetig angestiegen. Der bisherige Höchststand war 2013 mit 182 erreicht. 2014 waren es rund 160, wie Obergerichtspräsident Albert Müller gegenüber unserer Zeitung sagt. «Die Gesamtbelastung hat gegenüber den beiden Vorjahren somit etwas abgenommen. Ob das einem nachhaltigen Trend entspricht, müssen wir abwarten.»

Etwas abgenommen hat der Pendenzenberg auch beim Verwaltungsgericht. Erfreulich ist für Müller, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen, bei beiden Gerichten alle hängigen Fälle von 2014 stammen.

Auf das Jahr 2014 hin haben das Verwaltungs- und das Obergericht vom Landrat mehr Personal zugesprochen erhalten. Die Erweiterung des Leistungsauftrags umfasste eine volle Gerichtsschreiberstelle und einen Ausbau um 50 Prozent im Sekretariat.

Martin Uebelhart