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NIDWALDEN: Der Platz für Container fehlt

Die Firma Zimmermann Transport kann den gemieteten Platz an der Kreuzstrasse bald nicht mehr nutzen. Das stellt sie vor ein grosses Problem.
Reto Zimmermann vor den Containern auf dem Areal Kreuzstrasse. (Bild Corinne Glanzmann)

Reto Zimmermann vor den Containern auf dem Areal Kreuzstrasse. (Bild Corinne Glanzmann)

Martin Uebelhart

Reto Zimmermann steht auf dem Gelände hinter dem Strasseninspek­torat an der Kreuzstrasse. Hinter dem Geschäftsleiter und Inhaber stehen diverse Container von Zimmermann Recycling. Seine Firma konnte 2010 auf dem Gelände des Werkhofs des Kantons 620 Quadratmeter mieten. Seither benutzt er den Platz, um die grossen Transportcontainer zwischenzulagern. «Die Materialien, die wir sammeln und sortieren, kommen in diese Container», erklärt Reto Zimmermann. «Dieser Containerplatz ist ein wichtiger Bestandteil unserer Produktion.» Damit sich ein Weitertransport zu den jeweiligen Abnehmern lohne, müssten zwei Container gefüllt sein, zum Beispiel mit Papier, Karton oder Metall. «Es ist auch ökologischer, mehrere Container gleichzeitig zu transportieren, anstatt eine Fahrt für jeden einzelnen zu machen.»

Jetzt braucht der Kanton Nidwalden das Areal selber. Auf der Fläche ist der Bau einer modularen Asylunterkunft vorgesehen (Ausgabe vom 16. April). Der Platz ist – fristgerecht, wie Reto Zimmermann festhält – auf Ende Juli gekündigt worden.

Unsichere Zukunft

Das stellt die Firma Zimmermann vor Probleme. «Da der Kanton noch nicht genau weiss, wann er mit dem Bau der Unterkunft beginnt, dürfen wir die Lagerfläche weiter auf Zusehen hin benutzen», sagt Zimmermann. «Dennoch weiss ich heute noch nicht, wie wir weiter arbeiten sollen und wo ich in Zukunft die Container hinstellen soll, bis sie abtransportiert werden. Mir fehlt schlicht der Platz.»

Unmittelbar neben dem Grundstück des Kantons liegt das Recycling-Center der Zimgroup, der Holding aller Zimmermann-Betriebe. Es ist die Drehscheibe für alle Betriebe. Dort kommen die Papier- und Kartonsammlungen an, das gesammelte Plastik oder auch die Elektronik- und Metallabfälle. Auch Beton und Bauschutt aus Abbrüchen werden weiterverarbeitet und in grossen Haufen aufgeschichtet.

Zimmermann hatte ursprünglich den Betrieb auf der anderen Seite erweitern wollen. «Dort war jedoch eine Umzonung nicht möglich», sagt er. «Im ganzen Kanton ist Industrieland praktisch inexistent. Wir sind seit Jahren auf der Suche und haben bis heute noch keine definitive Lösung gefunden. Ich hoffe, dass kein grosser Flüchtlingsstrom in die Schweiz kommt und so der Kanton die Unterkunft nicht bauen wird.»

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