NIDWALDEN: Der Traum einer Alpkäserei ist geplatzt

Die Schau­käserei auf Klewenalp wird nicht gebaut. Käsermeister Hans Aschwanden begräbt das Projekt. Wegen zu grosser unternehmerischer Zweifel.

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So hätte die Schaukäserei auf der Klewenalp aussehen sollen. (Bild: Visualisierung PD)

So hätte die Schaukäserei auf der Klewenalp aussehen sollen. (Bild: Visualisierung PD)

«Ich habe lange mit mir gerungen. Schliesslich musste ich schweren Herzens den Entscheid fällen, auf den Bau der Alpkäserei zu verzichten», erklärt Hans Aschwanden. Auf Klewenalp hatte der Seelisberger Käsermeister grosse Pläne. In der Schaukäserei hätte bereits im nächsten Jahr Käse aus dem offenen Feuer gezogen werden sollen – vor den Augen der Touristen.

Die Vision ist nun geplatzt – aus mehreren Gründen, wie Hans Aschwanden ausführt. «Wir konnten in den vergangenen Jahren immer mehr Alpmilch in unserer Bergkäserei in Seelisberg verkäsen und den Bauern dafür auch einen höheren Milchpreis zahlen. Damit hätten sich die beiden Betriebe in Seelisberg und auf Klewenalp nur gegenseitig konkurrenziert.» Zudem wären die Betriebskosten mit zwei Standorten zu hoch und der Betrieb zu aufwendig.

Matthias Piazza