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NIDWALDEN: Der Wasseralarm ertönte zu spät

Ein vermeintlicher Routineakt brachte die Behörden kurzzeitig ins Schwitzen. Wegen eines technischen Problems verlief der Sirenentest gestern nicht ganz so reibungslos wie gewünscht.
Matthias Piazza
Martin Dudle, Chef des Amtes für Bevölkerungsschutz Nidwalden (links), und Stefan Stadelmann, Leiter der Einsatzleitzentrale, während des Sirenentests in Stans. (Bild: Matthias Piazza (7. Februar 2018))

Martin Dudle, Chef des Amtes für Bevölkerungsschutz Nidwalden (links), und Stefan Stadelmann, Leiter der Einsatzleitzentrale, während des Sirenentests in Stans. (Bild: Matthias Piazza (7. Februar 2018))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

«Nervös sind wir nicht», beteuerte Martin Dudle, der Chef des Amtes für Bevölkerungsschutz Nidwalden, gestern Nachmittag, kurz nach 13 Uhr. Die Gelassenheit ist nachvollziehbar. Schliesslich wiederholt sich das Prozedere des Sirenentests seit 1991 immer am ersten Mittwoch im Februar. Zuerst wird der allgemeine Alarm zentral ausgelöst, dann vor Ort über die Feuerwehr. So sieht es das Drehbuch für den schweizweiten Probealarm auch für dieses Jahr vor.

Kurz vor 13.30 Uhr stellte Stefan Stadelmann in der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Nidwalden über eine entsprechende Software die zurzeit 38 in Betrieb stehenden Sirenen im Kanton Nidwalden sozusagen scharf. Auf die Sekunde genau heulten sie um 13.30 Uhr los. Um 13.35 Uhr wiederholte sich der auf- und absteigende Ton von einer Minute Dauer. Auf dem Bildschirm wurden die Punkte, welche die Standorte der Sirenen anzeigten, grün. Stefan Stadelmann und Martin Dudle waren zufrieden. Sämtliche Sirenen taten ihren Dienst einwandfrei. Um 13.45 Uhr lösten die Feuerwehren den Alarm manuell vor Ort aus.

«So etwas haben wir noch nie erlebt»

Eigentlich hätte die Software auch diese Auslösung zurückmelden müssen. Das tat sie aber nicht. Es herrschte ein erstes Mal Ratlosigkeit. «So etwas haben wir noch nie erlebt», gab sich Stefan Stadelmann etwas verwundert. Das Programm schien eingefroren zu sein. Selbst die Uhr am oberen rechten Bildschirmstand blieb stehen. Ein Neustart wurde erforderlich. Wertvolle Zeit verstrich. Um 14.15 Uhr hätten die acht Sirenen in den Gemeinden Oberdorf, Stans, Wolfenschiessen, Stansstad und Dallenwil für den Wasseralarm losheulen sollen. Doch noch immer konnte das Programm nicht richtig aufgestartet werden. Um Viertel nach Zwei blieben die Sirenen darum stumm. Eine telefonische Rückfrage der Polizei bei benachbarten Korps ergab, dass diese mit denselben Problemen kämpften. Offenbar streikte der nationale Server.

Minuten später funktionierte das Programm wieder, allerdings ohne Verbindung zum Server des Bundes und damit auch nur eingeschränkt. So war auf dem Bildschirm nach wie vor nicht ersichtlich, ob die Sirenen ihren Dienst taten oder nicht.

Muss man sich sorgen, dass bei einem Ernstfall die Alarmierung nicht funktioniert? «Nein», beruhigte Martin Dudle. «Wir haben immer noch die Möglichkeit, von einem geheimen Standort aus den Alarm auszulösen. Zudem können wir über das ausfallsichere Funksystem Polycom die Feuerwehren beauftragen, die Sirenen vor Ort einzuschalten.» Soweit kam es gestern nicht: Mit ein paar Minuten Verspätung konnte der Wasseralarm doch noch ausgelöst werden.

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