Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NIDWALDEN: Die FDP zeigt mit Dreierticket Kampfeslust

Das Dreierticket für die Regierungsratswahl war nicht unumstritten. Alt Kantonalpräsident Ruedi Waser sorgte mit einem beherzten Votum dann aber für klare Verhältnisse. Die Ausgangslage sei gut wie noch nie für einen dritten Sitz.
Das gestern nominierte Trio von links: Joe Christen, Alfred Bossard und Niklaus Reinhard. (Bild: Manuela Jans-Koch (Stans, 11. Januar 2018))

Das gestern nominierte Trio von links: Joe Christen, Alfred Bossard und Niklaus Reinhard. (Bild: Manuela Jans-Koch (Stans, 11. Januar 2018))

Markus von Rotz

markus.vonrotz@nidwaldnerzeitung.ch

Mit dem vorzeitigen Vorschlag für ein Dreierticket für die Gesamterneuerungswahlen für die Regierung hatte die FDP Nidwalden einen Teil der Spannung scheinbar vorweggenommen. Doch der Aufmarsch war am Donnerstag trotzdem gross: Von den 140 Stimmberechtigten im Saal mussten rund 20 mit einem Stehplatz an den Apérotischen vorliebnehmen. «Genau so muss man in einen Wahlkampf steigen», meinte eine erfreute Präsidentin der FDP Schweiz, Petra Gössi.

Drei Männer stellte der FDP-Wahlauschuss zur Diskussion. Neben dem Bisherigen Alfred Bossard (61) sollen neu Joe Christen (53) und Niklaus Reinhard (52) dafür sorgen, den Sitz der zurücktretenden Yvonne von Deschwanden für die Partei zu sichern. Oder noch mehr? Den 2016 an die CVP verlorenen Sitz zurückzuholen?

«Zwei Sitze holen wir sicher»

Zwei von sechs Rednern sprachen sich in der 20-minütigen Diskussion für ein Zweierticket aus, wobei der zweite, Toni Bühlmann, seine Meinung änderte, als er spürte, dass die Partei durchaus eine Taktik habe – um einen dritten Sitz in der Regierung zu kämpfen. Genau diese hatte er im Antrag vermisst, weil die FDP primär kommuniziert hatte, stille Wahlen verhindern zu wollen.

«Stille Wahlen sind keine Wahlen», meinte der Emmetter Ortspräsident Werner Fischer. Klartext sprach dann vor allem Alt-Kantonalpräsident und Landrat Ruedi Waser aus Hergiswil: «Zwei Sitze holen wir sicher. Wir hatten zudem noch nie eine so günstige Ausgangslage, dass wir gefahrlos einen dritten Sitz versuchen können zu holen.» Und 2022 hätte dann die FDP eine ganz besondere Ausgangslage, vor allem dann, wenn bis dahin die Regierung nur mehr fünf Mitglieder hätte, wie eine hängige Motion verlange. Am Ende war das Resultat viel klarer als der unterschiedliche Applaus: 109 zu 25 Stimmen für ein Dreierticket.

Dass darauf die drei genannten Namen stehen, war unbestritten. Die beiden Neuen hatten sich je zehn Minuten vorstellen können. Er habe vor 16 Jahren vom Vater das Architekturbüro übernommen und wisse als Unternehmer, «was es heisst, Geld selber zu verdienen, Sozialabgaben zu zahlen und ein Dienstleister zu sein», sagte Architekt und Landrat (seit 2010) Niklaus Reinhard. Ein Staat müsse «haushalten wie zu Hause und im Unternehmen. Haben wir zu wenig, müssen wir dafür wieder arbeiten.» Grosse Lacher holte er in seinem etwas sprunghaften Votum mit dem verpatzten Slogan: «Freiheit kann man kaufen, nein, Seich, kann man nicht kaufen, aber wählen, zum Glück steht es hier auf der Leinwand.»

Joe Christen, Gemeindevizepräsident von Stans und Leiter Zentrale Dienste und Landerwerb bei der kantonalen Baudirektion, sagte, er garantiere Offenheit und grosse politische Erfahrung, sei ausgezeichnet vernetzt und ein überzeugter und unabhängiger Liberaler. Er habe in seiner vielfältigen Arbeit einen «guten Einblick in die Mechanik unseres Gemeinwesens» bekommen und in seiner Zeit als Leiter des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums auch erfahren, dass Arbeit mehr sei, als nur Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen, sondern sie habe «auch sehr viel mit Selbstwert und sozialer Verankerung zu tun».

Der Bisherige Alfred Bossard sagte, er liebe seinen Job «wie am ersten Tag». Er habe den Wechsel zum Kanton «noch keinen Tag, ja vielleicht ist das etwas übertrieben, auf jeden Fall bisher nicht bereut». Auf Nachfrage meinte er, solche Gedanken kämen ihm zuweilen nach Sitzungen des Landrats, wenn dieser der Regierung nicht immer folge.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.