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NIDWALDEN: Die Landeskirche schafft Reserven und arbeitet Kritik an Fachstelle ab

Dank einem Plus in der Rechnung 2016 kann die Katholische Landeskirche Reserven bilden. Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit der kritisierten KAN-Fachstelle.
Präsident Klaus Odermatt (l.) im Gespräch mit dem neuen Vizepräsidenten René Hürlimann. (Bild: Richard Greuter (Stans, 19. Juni 2017))

Präsident Klaus Odermatt (l.) im Gespräch mit dem neuen Vizepräsidenten René Hürlimann. (Bild: Richard Greuter (Stans, 19. Juni 2017))

An der Frühjahrsversammlung präsentierte der Grosse Kirchenrat wiederum ein stolzes Ergebnis. Bei einem Gesamtaufwand von rund 3 Millionen Franken schloss die Rechnung des vergangenen Jahres mit einem Erfolg von rund 1,5 Millionen Franken ab. Budgetiert waren etwas mehr als 900 000 Franken. 544 000 Franken höhere Steuereinnahmen führten zu diesem Erfolg.

Wie Kassier Markus Luther berichtete, fliessen etwas mehr als 900 000 Franken in den Finanzausgleich. Zum Zug kommen finanzschwache Kirch- und Kapellgemeinden. Der Restbetrag von etwas mehr als 600 000 Franken wird nicht – wie im Vorjahr – an die Kirch- und Kapellgemeinden ausbezahlt, sondern auf die hohe Kante gelegt. Vor einem Jahr wünschte Kassier Luther die Möglichkeit, Reserven zu bilden, um finanzielle Schwankungen auszugleichen. Dies ermöglichte der Kleine Kirchenrat mit einer neuen Regelung.

Kritik an der Fachstelle ernst genommen

Vor einem Jahr ist die Fachstelle KAN (Katholische Arbeitsstelle Nidwalden), respektive deren Führung in die Kritik geraten. «Die Fachstelle wird nicht geführt, sie hat die Führung selber übernommen», lautete der Vorwurf der Geschäftsprüfungskommission. Inzwischen hat sich eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Monika Rebhan Blätter mit Vorschlägen einer externen Untersuchung befasst. Diese umfassen einen Aufgabenplan mit 17 Punkten. «Davon sind 13 bereits umgesetzt», berichtete Rebhan. Sämtliche Gremien innerhalb der KAN wurden erfasst und deren Aufgaben schematisch festgelegt. Zudem soll ein professionelles Tool die Neugestaltung der jährlichen Aufgaben und die dafür aufgewendete Zeit erfassen. Noch nicht umgesetzt sind der Einbezug der Pfarreien und ein strategischer Mehrjahresplan.

Hürlimann als neuer Vizepräsident

Andreas Scheuber, seit sieben Jahren Vizepräsident des Kleinen Kirchenrates, gab seinen vorzeitigen Rücktritt bekannt. Scheuber war verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und das neue Kommunikationskonzept, und vertrat die Landeskirche Nidwalden in der Biberbrugger Konferenz und in der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz. Seit Anfang Mai ist Scheuber Präsident der Innerschweizer Stiftung «Roter Faden», die Demenzkranken und ihren Angehörigen beratend zur Seite steht. Mangels Kandidaten musste der Grosse Kirchenrat eine Ersatzwahl verschieben. Als neuen Vizepräsidenten wählte der Rat den 49-jährigen Beckenrieder René Hürlimann, der vor einem Jahr vom Grossen in den Kleinen Kirchenrat gewechselt hatte.

Neu geregelt wurde die Finanzierung der fremdsprachigen Seelsorge. Der Aufwand be­­- trug im vergangenen Jahr rund 126 000 Franken. Neu leistet die Katholische Landeskirche keine prozentualen Anteile mehr, sondern nur noch Fixbeiträge an die regional geführte Mission der Migrantenseelsorge. An dieser Mission beteiligen sich die fünf Innerschweizer Kantone und das Tessin.

Seit einem halben Jahr ist der ehemalige St. Galler General­vikar Josef Rosenast als Bruder-Klausen-Kaplan im Flüeli Ranft tätig. An der Sitzung des Grossen Kirchenrates berichtete der Geistliche über seine ersten Erfahrungen insbesondere über die grosse Anzahl von Wallfahrtsgruppen im Jubiläumsjahr. Dabei sprach Rosenast von einem grossen Respekt vor dieser neuen Aufgabe.

Richard Greuter

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

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