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NIDWALDEN: Die Landeswallfahrt ist beliebt wie eh und je

Bald liegt auf dem einen oder anderen Nidwaldner Tisch wieder ein «Holäbänz». Das Gebäck ist das traditionelle Mitbringsel von der zweitägigen Landeswallfahrt nach Einsiedeln, welche diese Woche stattfindet.
Philipp Unterschütz
Wallfahrer strömen in die Klosterkirche Einsiedeln. (Bild: Christof Borner-Keller/ZZ)

Wallfahrer strömen in die Klosterkirche Einsiedeln. (Bild: Christof Borner-Keller/ZZ)

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@ nidwaldnerzeitung.ch

Am kommenden Mittwoch und Donnerstag ist es wieder so weit: An der jährlichen Nidwaldner Landeswallfahrt besuchen die Regierung und Seelsorger aus den Pfarreien und Kaplaneien gemeinsam mit vielen Erstkommunionkindern und ihren Eltern sowie Pilgern aus Nidwalden den Wallfahrtsort der Gottesmutter Maria in Einsiedeln. Pilgerleiter Dekan David Blunschi vom Dekanat Nidwalden, der die zwei­tägige Landeswallfahrt seit gut 15 Jahren leitet, erwartet viele Teilnehmer: «Wir nehmen 600 Liedblätter mit.» Während die Besucherzahlen in den Gottesdiensten landauf, landab rückläufig sind, seien sie an der Landeswallfahrt stabil geblieben, freut sich der Dekan. «Die Wallfahrt ist ein sicherer Wert, einen Teilnehmerrückgang gibt es höchstens in dem Rahmen, in dem auch die allgemeinen Geburtenzahlen rückläufig sind.»

Verantwortlich dafür ist sicher das Programm. Die Mischung aus Gebet, Gottesdienst und Besinnung, aber auch Kultur, Spiel und Unterhaltung kommt offensichtlich bei Klein und Gross an. «Gerade für die Kinder, die gerne draussen sind, hoffen wir natürlich auf sonniges Wetter. In Einsiedeln kann es sonst ganz schön kühl sein», sagt Blunschi. Vor dem Kloster habe es etwa eine tolle Minigolfanlage.

Die Landeswallfahrt nach Einsiedeln ist eine der letzten, die noch zwei Tage dauert. «Solange ich sie betreue, wird das auch so bleiben», betont der Pilgerleiter, der in dieser Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat für den kirchlichen Teil zuständig ist. Es gebe keine Bestrebungen auf eine Verkürzung. «Wir haben auch Teilnehmer, die nicht beide Tage dabei sind. Viele Eltern nehmen extra frei, um ihren Kindern das Erlebnis, bei dem sie als Kinder selber dabei waren, zu ermöglichen.» Aus den Kaplaneien und Pfarreien, die Übernachtungen für ihre Teilnehmer organisieren, habe er auch schon gehört, dass es schwieriger geworden sei, weil es in Einsiedeln weniger Hotels gebe. Zudem gebe es auch Familien, für welche die Übernachtung ein grosser Kostenfaktor sei.

Regierung geniesst den engen Kontakt zum Volk

Ihm persönlich mache die Wallfahrt viel Freude, meint Dekan David Blunschi. «Es ist wichtig, dass die Tradition erhalten bleibt – dazu will ich beitragen.» Zur Tradition gehört auch, dass die Regierung teilnimmt. Für Frau Landammann Yvonne von Deschwanden, die Ende dieser Legislatur Ende Juni zurücktritt, ist es das letzte Mal, dass sie sozusagen in «offizieller Mission» teilnimmt. «Ich bedaure das, ich war acht Mal dabei. Und ich habe jedes Mal nach der Wallfahrt eine grosse innere Ruhe empfunden – die Atmosphäre hat mir immer sehr gut getan.» Sehr angenehm sei auch immer das Abendessen, zu dem die Regierung, die Geistlichkeit sowie das Landratspräsidium des Kantons Nidwalden beim Abt des Klosters Einsiedeln geladen sei. «Der ganze Regierungsrat schätzt den Anlass zudem auch, weil wir dabei engen Kontakt mit der Bevölkerung pflegen können.» Auch Landesstatthalter Res Schmid freut sich deshalb auf die Landeswallfahrt. «Auch für mich als Reformierter ist es eine schöne langjährige Tradition. »

Teil der Tradition ist auch, dass man den Daheimgebliebenen einen Einsiedler Schafbock – einen «Holäbänz», wie das Gebäck in Nid- und Obwalden genannt wird – mitbringt. «Man sagt, dass die Nid- und Obwaldner schweizweit die besten Kunden der beiden Anbieter Tulipan und Goldapfel seien», erzählt Dekan David Blunschi. «Und alle schwören darauf, dass ihr Lieferant der bessere sei.»

Die Obwaldner Landeswallfahrt nach Einsiedeln findet übrigens morgen Dienstag statt.

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